Frühling legt Pause ein im Landkreis Göppingen

Die Eisheiligen wohl schon im Blick, legt der Frühling derzeit eine schöpferische Pause ein. Dank der milden Temperaturen an Ostern konnten Bienen und Hummeln aber bereits ausfliegen und das Angebot der Natur an Nektar und Pollen nützen. Sofern sie wohlbehalten über den Winter gekommen sind.

Teilweise hohe Verluste von Bienenvölkern

Erste Umfragen unter Imkern deuten darauf hin, dass die Winterverluste bei den Völkern im Schnitt bei 10 bis 20 Prozent liegen. Das wäre normal. Auf den zweiten Blick fällt allerdings auf, dass sich die Verluste nicht gleichmäßig verteilen: So hat rund die Hälfte aller Imker kaum oder gar keine Völker verloren. Dagegen gibt es einige Bienenhalter, denen fast alle Völker gestorben sind.

Varroa-Milbe bereitet Imkern Sorgen

Bienenvölker können verhungern oder sterben, weil sie zu klein sind, um sich gegenseitig zu wärmen. Neben fehlendem Futter oder zu schwacher Einwinterung sieht Dr. Uwe Wacker, Lehrwart beim Bezirksbienenzuchtverein Alb-Lautertal, aber noch einen weiteren Grund für die höchst unterschiedlichen Verluste: Die Varroa-Milbe und wie konsequent die Imker den Blutsauger das Jahr über bekämpft haben.

Großer Artikel dazu in der GEISLINGER ZEITUNG am Samstag (4. Mai)

Warum der schlimmste Feind der Honigbiene auf dem Vormarsch ist und welche weiteren Schädlinge sich sonst noch ungebremst in der Natur zu vermehren drohen, steht am Samstag im E-Paper und der Printausgabe der GEISLINGER ZEITUNG.

Ein kleiner Blutsauger ist der größte Feind der Biene


Schädling: Die Varroa-Milbe ist der größte Feind der Honigbiene. Der knapp einen Millimeter große Parasit beißt sich am Insekt fest und saugt dessen Blut. Dabei können Krankheitserreger übertragen werden, was die Biene zusätzlich schwächt. Die Varroa befällt auch die Bienenbrut, am liebsten die männlichen Drohnen. Die Larven sterben ab oder es schlüpfen verkrüppelte Bienen.

Bekämpfung: Imker bekämpfen die Varroa-Milbe, indem sie den Parasit mit Drohnenbrutwaben anlocken, dann rechtzeitig vor dem Schlüpfen aus dem Stock nehmen und entsorgen. Weitere Behandlungen erfolgen mit dem Verdampfen von Ameisensäure im Sommer und dem Beträufeln mit Oxalsäure im Winter. Beide Methoden führen zu keinen Rückständen im Wachs oder Honig.