Lonsee Neun Neue und eine Ehrung

Lonsee / STEFAN BENTELE 09.07.2014
Am Montag hat sich der Gemeinderat in Lonsee konstituiert. Neun Räte kamen neu hinzu, acht schieden aus - darunter auch Eugen Hößle. Er bekam unter anderem die Ehrennadel des Landes verliehen.

Der neue Gemeinderat in Lonsee ist um ein Mandatsträger angewachsen. Bürgermeister Jochen Ogger hat in der konstituierenden Sitzung am Montag in Lonsee 19 Gemeinderäte vereidigt. In der Kommunalwahl im Mai hat die Bürgerliste ein zusätzliches Mandat geholt. Zur jetzt sechsköpfigen Fraktion kommen Günter Hößle, Bianca Binder und Nikolaus Heindl hinzu. Eugen Hößle und Ute Steeb gehören dagegen dem neuen Gremium nicht mehr an.

Hößle, der dem Rat seit 1989 angehörte und unter anderem die Position des stellvertretenden Bürgermeisters übernahm, scheidet damit nach 25 Jahren aus. Er bekam für sein Engagement die Ehrennadel des Gemeindetags überreicht. Außerdem bekam das langjährige Vorstandsmitglied im SV Lonsee für sein ehrenamtliches Wirken im Namen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg verliehen, die höchste Auszeichnung des Landes. Der Name Eugen Hößle sei untrennbar mit dem SV Lonsee verbunden, sagte Bürgermeister Ogger in seiner Laudatio. "Er war oft der Erste der kam und der Letzte der ging."

Hößle, zeigte sich mit einem kurzen "Hoi" überrascht. Die Arbeit im Rat sei nicht spurlos an ihm vorübergegangen, doch man bekomme ein Gespür dafür, was einer Gemeinde guttue. "Aber ich muss schon sagen, mit dieser Auszeichnung habe ich nicht gerechnet."

Außer Hößle und Steeb schieden auch Michael Frank und Jürgen Rapp (beide Unabhängige Wählergemeinschaft) aus. Rapp erhielt ebenfalls die Ehrennadel des Gemeindetags für 25 Jahre Tätigkeit im Rat. Für die beiden kommen Christian Hajduk und Thomas Bebenroth. In den Reihen der CDU schieden Heinz Beck, Sieghart Granat, Peter Pawlicki und Thomas Thierer aus. Künftig nehmen Simon Müller, Stefan Gans, Johannes Häckel und Jürgen Seitz die Plätze ein. Die Zahl der Mandate für die CDU bleibt unverändert bei sieben Sitzen. Damit findet der größte Umbruch in der neuen Wahlperiode in der CDU-Fraktion statt.

Bürgermeister Ogger dankte im Namen der Gemeinde jedem Einzelnen für sein teils langes Engagement. Die unbezahlte Tätigkeit werde oft verkannt. "Auch gab es gelegentliche Meinungsverschiedenheiten und Konflikte", doch habe man sich stets einigen können. Im Namen der Gemeinde verlieh Bürgermeister Ogger jedem Gemeinderat eine Mappe mit Widmung.

Den Mitgliedern des neuen Gemeinderates wünschte Ogger schließlich viel Freude im Amt. Er hoffe, dass auch künftige Probleme gemeistert werden können, indem man aufeinander zugehe und "gute Kompromisse finde".

Bevor der Gemeinderat die Arbeit aufnahm, verlas Bürgermeister Ogger die Schwurformel und nahm per Handschlag die Vereidigung jedes Mitglieds auf die Gemeindeverfassung des Landes ab.

Die Wahl der beiden stellvertretenden Bürgermeister wurde auf die Sitzung nach der Sommerpause verschoben sowie die Besetzung der einzelnen Ausschüsse.