Eislingen Neues Geschäftshaus: Gelände an Nordverbindung verkauft

DIRK HÜLSER 30.05.2014
Nach vielen gescheiterten Anläufen ist ein 5000-Quadratmeter-Grundstück an der Eislinger Nordverbindung verkauft worden. Geplant ist ein Geschäftshaus.

Immer wieder war ein Grundstück am westlichen Stadteingang von Eislingen Thema in Gemeinderats-Ausschüssen, mal sollte eine Tankstelle an der Ecke Göppinger/Industriestraße gebaut werden, mal Spielhallen oder Waschanlagen - doch daraus wurde nie etwas. Nun wurde das knapp 5000 Quadratmeter große Areal von der Doblinger-Unternehmensgruppe aus München an die Firma Salvia Elektrotechnik verkauft, der neue Besitzer hat auch schon eine Bauvoranfrage gestellt, die positiv beschieden wurde.

"Hier soll unser neues Verwaltungsgebäude entstehen", sagte gestern Geschäftsführer Filippo Salvia, der aus Eislingen stammt und dessen Unternehmen auch eine Niederlassung an der Daimlerstraße hat. "Bislang ist unser Hauptsitz in München, wir wollen ihn aber mehr in Richtung Eislingen verlagern", berichtet der Chef von 160 Mitarbeitern. Doch das neue Gebäude, das 10,90 Meter hoch werden soll, wird nicht nur für Büros genutzt.

Auch ein Hotel und Gastronomie sollen dort untergebracht und verpachtet werden, kündigt Salvia an. Je nachdem, wie viel Fläche er als Büroraum vermietet, sollen im Hotel künftig 30 bis 40 Betten zur Verfügung stehen. Unabhängig davon, ob er weitere Mieter findet, will Salvia auf jeden Fall bauen: Schließlich sei er zu 50 Prozent ja sein eigener Mieter. "Wenns klappt, fangen wir im Oktober an", verspricht Salvia. In der kommenden Woche setze er sich mit seinem Architekten zusammen, dann soll es erste Gespräche mit potenziellen Mietern geben.

Warum das Areal in den vergangenen Jahren keinen Käufer fand, kann sich Salvia nicht erklären. "Vielleicht hat niemand das richtige Potenzial des Grundstücks gesehen", vermutet er. So sei auch im Gemeinderats-Ausschuss die Erleichterung nach seiner Bauvoranfrage groß gewesen. Dies bestätigt auch Baubürgermeister Thomas Schuster: "Das ist eine erfreuliche Entwicklung, nachdem dort mehrere Anläufe gestartet wurden und alle gescheitert sind." Schließlich sei der Bebauungsplan nun auch schon 15 Jahre alt.