Die Laden-Geschäfte von Drogeriemarkt Müller und Quick Schuh sind schon seit April präsent, an den weiter westlich gelegenen Filialen von Aldi, der Fitnessstudio-Kette „Topfit“ sowie einer Bäckerei wird noch kräftig gebaut. Das neue Nahversorgungszentrum im Göppinger Osten soll nach Informationen der NWZ im Herbst komplett sein.

Die Ulmer Drogeriemarkt-Kette Müller ist auch Bauherr der Handelslage mit einer Grundstücksfläche von 17 000 Quadratmetern, wo früher der „Bauhaus“-Markt mit Textil- und Schuh-Fachmarkt sowie eine Discothek standen.

Kein Elektrofachmarkt, dafür Fitness-Studio

Weder Müller noch Aldi wollten am Dienstag Auskunft geben, wann es los geht mit den weiteren Geschäften. Sicher scheint aber: Den angepeilten Elektro-Fachmarkt unmittelbar neben Aldi wird es nicht geben. Statt dessen zieht das Fitnessstudio „Topfit“ als Nachbar ein. Die Betreiber haben bereits sechs Studios in Schwäbisch Gmünd, Aalen, Giengen/Brenz, Heidenheim und Schorndorf, nun kommen sie ab Oktober nach Göppingen. Aldi soll nach Informationen der NWZ ebenfalls im Oktober öffnen und schließt dann seine nahe gelegene Filiale in der Esslinger Straße. Offen ist derzeit wohl noch, was mit den Flächen passiert, die für die Modekette AWG vorgesehen waren, bevor sie in die Insolvenz ging.

Im Bebauungsplanverfahren für das Sondergebiet „Einkaufszentrum“ hatte die Region so ihre Bedenken, ob die Fachmärkte den Innenstadt-Geschäften in Göppingen und Eislingen schaden könnten. Deshalb wurde die Gesamtverkaufsfläche auf 4540 Quadratmeter beschränkt, inklusive der Fläche für Einzelhandel mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten. Die Fläche des Müller-Marktes wurde auf maximal 800 Quadratmeter festgezurrt.

Göppingens Oberbürgermeister Guido Till sieht Neubauten positiv

Wie die Stadtverwaltung die Verteilung der zentrenrelevanten Sortimente kontrollieren wird, blieb am Dienstag noch unbeantwortet. In einer Stellungnahme freute sich Oberbürgermeister Guido Till hingegen, dass durch die Neubauten der bereits bestehende Einzelhandel an diesem Standort attraktiver gestaltet werde. Aldi verlagere sein Geschäft lediglich um 150 Meter. Die bereits neben „Bauhaus“ ansässigen Schuh- und Textilgeschäfte, die in einem sanierungsbedürftigen Gebäude untergebracht waren, hätten ein neues Domizil erhalten. „Insofern können wir froh darüber sein, dass dort neu gebaut wurde“, so Oberbürgermeister Guido Till. Der neue Drogeriemarkt werde die Kaufkraft „höchstens dem eigenen Unternehmen entziehen“, so der Rathauschef.

Keine relevanten Auswirkungen auf Göppingens Innenstadt, sagt Till

Ein Gutachten habe allerdings den Bedarf für Drogerieartikel vor Ort festgestellt. „Insgesamt erwarten wir keine relevanten Auswirkungen auf den Handel in Göppingens Innenstadt“, so Guido Till. „Dafür haben die Bewohner des Bodenfelds in angemessener Entfernung die Auswahl zwischen zwei Lebensmittel-Anbietern.“

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Genaue Vorgaben der Handelsflächen


Zulässig sind nur Einzelhandelsbetriebe mit einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmeter und nicht zentrenrelevanten Sortimenten, als Ausnahme ein Lebensmitteldiscounter mit maximal 1200 Quadratmetern sowie ein Drogeriemarkt mit maximal 800 Quadratmetern, als Ergänzung maximal zwei Einzelhandelseinheiten mit je 120 Quadratmetern.

Bestandschutz Der Textil- und Schuhmarkt haben Bestandsschutz.