Hattenhofen Neues Auto unterm Maibaum

Vor dem neuen Feuerwehrfahrzeug: (v.l.) Der evangelische Pfarrer Andreas Vix, Bürgermeister Jochen Reutter, Kommandant Steffen Berroth, sein Stellvertreter Franc Zwick und Kreisbrandmeister Michael Reick. Foto: Sabine Ackermann
Vor dem neuen Feuerwehrfahrzeug: (v.l.) Der evangelische Pfarrer Andreas Vix, Bürgermeister Jochen Reutter, Kommandant Steffen Berroth, sein Stellvertreter Franc Zwick und Kreisbrandmeister Michael Reick. Foto: Sabine Ackermann
Hattenhofen / SABINE ACKERMANN 28.04.2014
Mehr Sicherheit in Hattenhofen. Gestern stellte die Freiwillige Feuerwehr ihr neues Löschfahrzeug vor und den Maibaum auf. Die "Doppel-Feier" musste leider in der Fahrzeughalle stattfinden.

Bis zu 1000 Liter Löschwasser fasst das neue Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz "LF 20 KatS", gefühlt vergoss der Himmel leider mindestens ebenso viel. Dennoch kamen Einwohner sowie Kameraden der Nachbargemeinden der Einladung "Die Aufstellung findet bei jedem Wetter statt", mehr als zahlreich nach.

Gleich zwei Gründe gab es zur Freude. Neben der feierlichen Fahrzeugübergabe, richteten die starken Feuerwehrleute wie jedes Jahr traditionell den Maibaum per Muskelkraft auf. Keine Maus passte mehr in die Fahrzeughalle, aber es ist ja schließlich etwas besonderes, wenn eine 3000-Seelengemeinde in puncto Sicherheit für ihre Bürger noch eine Schippe drauflegt.

"Mit dem neuen Löschfahrzeug ist die Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr auf einem hervorragenden Stand und für die zukünftigen Herausforderungen und Aufgaben im Feuerwehrdienst gut aufgestellt", bestätigte Bürgermeister Jochen Reutter, der mit einstimmigem Gemeinderatsbeschluss dafür 200 000 Euro aufbringen "musste, durfte, konnte". 76 000 Euro wurden vom Land bezuschusst und für den 30 Jahre alten Unimog "TLF 8/18" flossen noch 16 700 Euro. Vom Bedarfsplan im März 2008 bis zur Abholung im Januar dieses Jahres sollte es dauern, bis das 289 000 Euro teure "LF 20 KatS" quasi nach 15 Jahren "Enthaltsamkeit" Wirklichkeit wurde.

Kreisbrandmeister Michael Reick hob besonders hervor, dass sich beim Fahrzeug Vernunft und Sicherheit die Waage halten, wurde bewusst auf überflüssigen Schnickschnack verzichtet. "Technische Spielereien wie Elektroniksteuerungen mittels Touchpads versagen oft bei Hitze oder Kälte. Außerdem sei es bei dringlichen Einsätzen nicht die Aufgabe der Feuerwehrmänner, sich mit komplizierten Menüwechseln zu beschäftigen und die Ersatzteile seien auch günstiger."

So ist das Fahrzeug schwerpunktmäßig auf Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung ausgelegt und die bis zu neunköpfige Besatzung kann neben ausreichend Löschwasser, zudem 120 Liter Schaumbildner an die Einsatzstelle bringen. Unterhaltung lieferten der hiesige Musikverein, Rundfahrten mit dem neuen Schmuckstück sowie die Ausstellung aller Fahrzeuge.