Auf Initiative der beiden SPD-Vertreter aus dem Landkreis Göppingen, Jürgen Lämmle und Susanne Widmaier, hat die SPD-Regionalfraktion einen umfassenden Antrag zum Anschluss des Landkreises Göppingen an das S-Bahn-Netz der Region eingebracht. Das geht aus einer Pressemitteilung der Faktion hervor.

Mit dem Antrag spricht sich die SPD-Regionalfraktion dafür aus, die Chance für den Anschluss des Landkreises Göppingen zu nutzen, die sich durch die Ausschreibung der Regionalbahnlinien durch das Land ergeben. "Wenn es im Zuge dieser Ausschreibung gelingt, alle Bahnhöfe im Kreis Göppingen im Halbstunden-Takt anzufahren und dann diese Züge ab Plochingen schnell bis Stuttgart durchfahren zu lassen, wären wir einer S-Bahn sehr nahe", so der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Jürgen Lämmle, der für seine Fraktion im Verkehrsausschuss der Regionalversammlung sitzt.

Lämmle hält es für möglich, dass diese Regionalbahnlinien in die Trägerschaft der Region übernommen und dann mittelfristig auch über Stuttgart hinaus verlängert werden könnten. "Der Flughafen als Ende dieser Linie wäre ein hoch attraktives Angebot für die Menschen im Kreis Göppingen", so der SPD-Regionalrat in der Mitteilung.

Ganz besonders wichtig ist ihm, dass dann auch das S-Bahn-Signet an allen Bahnhöfen im Kreis Göppingen angebracht werden könnte und diese (Regional-)S-Bahn-Linien auch im Linienplan des VVS ausgewiesen werden. "Die S-Bahn ist ein Markenzeichen der Region, das auch im Kreis Göppingen genutzt werden muss. Im Übrigen garantiert nur die S-Bahn, dass alle Bahnhöfe im Kreis Göppingen auch langfristig Haltepunkte sind", verdeutlicht Jürgen Lämmle die Bedeutung der S-Bahn. Mit dem Antrag wird die Regionalverwaltung aufgefordert, entsprechende Gespräche mit dem Landkreis, der Deutschen Bahn und dem Land zu führen. Die Verwaltung soll noch vor der Sommerpause im Verkehrsausschuss der Region berichten.

Ein Gutachten kam im Jahr 2014 im Rahmen einer Nutzen-Kosten-Untersuchung zu dem Ergebnis, dass sich eine vollwertige S-Bahn nach Göppingen oder Geislingen als zusätzliches Angebot nicht rechnet. Die Umwandlung von Regionalbahnlinien in Regional-S-Bahnlinien wurde damals nicht geprüft.