Birenbach Neuer Schub für Ortskernsanierung

Birenbach / MARGIT HAAS 19.07.2012
Seit fast zehn Jahren läuft in Birenbach eine Ortskernsanierung. Die weiteren Pläne sind nicht unumstritten und werden in nächster Zeit diskutiert.

"2003 war Birenbach mit der Ortskernsanierung in das Landessanierungsprogramm aufgenommen worden", erinnert Bürgermeister Frank Ansorge. Eigentlich hätte das Projekt letztes Jahr abgeschlossen werden sollen, konnte aber um zwei Jahre verlängert werden. Das Land wird deshalb auch von weiteren Projekten 60 Prozent der Kosten übernehmen."Dies ermöglicht es der Gemeinde, teilweise schon lange geplante Vorhaben doch noch umzusetzen", so der Rathauschef.

Im Wesentlichen werden zwei Maßnahmen diskutiert. Relativ unstrittig ist, dass der Spielplatz in der Ortsmitte neu gestaltet werden muss. Die Holzspielgeräte sind in die Jahre gekommen und müssen ausgetauscht werden. In Verbindung mit einem angrenzenden Gebäude, das die Kommune bereits gekauft hat, ergebe sich"die Neuordnung der Ortsmitte im Bereich Spielplatz/Kirchstraße".

Ein Vorentwurf, den der Bürgermeister jüngst dem Gemeinderat vorlegte,"beinhaltet zunächst einmal alle Möglichkeiten und Ideen einer Weiterentwicklung und soll zum Nachdenken anregen". Er war vom Gemeinderat ohne weitere Diskussion zur Kenntnis genommen worden.

Diskussionsbedarf scheint es dagegen bei den weiteren Plänen für die Gestaltung der Hauptstraße zwischen dem Rathaus und der Einmündung in die Bundesstraße zu geben. Anfang 2010 sei die Fortführung der Planung"aus verschiedenen Gründen zunächst ins Stocken geraten. Wir starten mit der gesamten Maßnahme neu und werden die bisherigen Entwürfe nicht mehr verwenden", informiert Ansorge.

Die Bürgerschaft war in die Überlegungen einbezogen worden und hatte in zwei Informationsveranstaltungen ihre Vorstellungen formulieren können. Derzeit werde ein neues Konzept erarbeitet, das dann auf der Birenbacher Homepage veröffentlicht werden soll. Nicht alle Wünsche und Anregungen könnten aufgegriffen werden, sagt Ansorge. Bereits jetzt habe sich der Gemeinderat gegen einen Kreisverkehr an der Einmündung zur B 297 ausgesprochen. Kontrovers diskutiert worden waren auch verschiedene Gestaltungsvorschläge. Ansorge macht deutlich, dass die Zielrichtungen des Landessanierungsprogramms eingehalten werden müssen."Eine reine Straßensanierung ist nicht förderfähig."