Eislingen/Genf Neuer Roman von Josef Alkatout aus Eislingen

Eislingen/Genf / MAZ 19.07.2012

Der in Eislingen aufgewachsene Josef Alkatout hat nach seinem hoch gelobten Roman"Samla" ein neues Buch geschrieben, das jetzt im Wiener Passagen-Verlag erschienen ist."Die Stille, die du ließt" - so der Titel des Romans - handelt im Argentinien der Militärdiktatur"von Glück und Begegnung, Leidenschaft und Unverständnis, Liebe und Trauer".

Die skrupellose Junta im Buenos Aires der 1970er Jahre hinterlässt nach tausendfachem Morden und Verschwindenlassen ein wirtschaftlich ausgeblutetes Land sowie eine desillusionierte Generation junger Menschen. Haroldo und seine Schwester Marisol bemühen sich, mithilfe einer stillen Übereinkunft zum Alltag zurückzufinden. Die Vergangenheit hängt unaufgearbeitet über ihnen und zeichnet sichtbar das Miteinander der jungen Erwachsenen. Erst durch die Begegnung mit der finnischen Fotografin Hulda wird alles anders: Die Geschwister versuchen zwar, das grausame Geschehen auszublenden, aber als die trügerische Idylle aufzuweichen beginnt, bahnt sich ein Kampf gegen die Wahrheit an, der erst zu Ende ist, als Hulda eine unheimliche Entdeckung macht.

Josef Alkatout, geboren 1984, ist deutsch-palästinensischer Herkunft. Aufgewachsen ist der Sohn des bekannten Apothekers Abdullatif Alkatout aber in Eislingen. In seinem ersten, 2007 erschienenen Roman"Samla" griff er die Geschichte der Vertreibung seines Vaters aus Palästina auf, der im Filstal eine zweite Heimat fand. Josef Alkatout lebt heute als Jurist in Genf.