Kreis Göppingen Neuer Landeplatz für Hubschrauber

Der Rettungshubschrauber in der Luft vor der Klinik am Eichert. Bis das neue Krankenhaus fertig ist, wird künftig der Landeplatz des Christophsbads mitgenutzt.
Der Rettungshubschrauber in der Luft vor der Klinik am Eichert. Bis das neue Krankenhaus fertig ist, wird künftig der Landeplatz des Christophsbads mitgenutzt. © Foto: Max Radloff
Kreis Göppingen / Susann Schönfelder 26.07.2018
Noch landen Rettungshubschrauber beim Polizeipräsidium. Neue Zwischenlösung wird bald der Landeplatz des Christophsbads.

Vor den Bauarbeiten ist der Rettungshubschrauber auf einem Bodenlandeplatz nahe der Zentralen Notaufnahme auf dem Gelände der Klinik am Eichert gelandet. Dann musste er jedoch dem neuen Parkhaus weichen. „Asyl“ fand er auf dem Gelände des Polizeipräsidiums Einsatz. Die Polizeihubschrauber teilten sich fortan den Landeplatz auf dem Rigi mit dem Rettungshubschrauber. „Die eigenen Verfügbarkeiten für unseren Polizeihubschrauber werden zurzeit allerdings optimiert“, sagt Jens Czechtizky, Pressesprecher des Polizeipräsidiums. Das heißt, die Hubschrauber der fliegenden Polizisten brauchen den Landeplatz uneingeschränkt für eventuell mehr Einsätze, für den Rettungshubschrauber suchte man eine Ausweichmöglichkeit.

„Wir haben eine zweite Landefläche auf dem Areal des Polizeipräsidiums zur Verfügung gestellt, damit im Falle eines Falles beide Hubschrauber landen ­können“, erklärt Czechtizky. Diese Fläche werde aber eigentlich anderweitig genutzt und soll daher nur eine Interimslösung sein. So schnell wie möglich soll deshalb eine andere Landemöglichkeit für den Rettungshubschrauber her.

Britta Käppeler, Pressesprecherin der Alb-Fils-Kliniken, ist zuversichtlich, dass der Hubschrauber bald nicht mehr bei der Polizei landen muss. „Hierzu finden derzeit konstruktive Gespräche mit dem Klinikum Christophsbad zur Mitnutzung des dortigen Landeplatzes statt“, erklärt sie. Bis es soweit sei, werde die Klinik von den zuständigen Behörden, das heißt Regierungspräsidium, Amt für Vermögen und Bau sowie dem Polizeipräsidium Einsatz, unterstützt. „Wir gehen daher davon aus, dass die Flugrettung im Landkreis Göppingen weiterhin ohne Einschränkung gewährleistet ist“, betont Käppeler. Sowohl jetzt mit dem zweiten Landeplatz beim Polizeipräsidium Einsatz an der Heininger Straße als auch später, wenn der Landeplatz des Christophsbads mitgenutzt werde, „werden die Abläufe in der Patientenversorgung nicht beeinträchtigt“, unterstreicht Britta Käppeler. Das bedeutet, die Patienten seien genauso schnell wie bisher in der Klinik am Eichert.

Sobald der Klinik-Neubau fertig ist, wird der Rettungshubschrauber auf dem Dach des neuen Krankenhauses landen. Damit werden nicht nur die strengeren Richtlinien für die Landeplätze von Rettungshubschraubern der seit 2014 geltenden EU-Verordnung erfüllt, erklärt die Pressesprecherin der Kliniken. Für die Patienten werde es dann auch eine direkte Anbindung vom Landeplatz in die Notaufnahme und den OP geben, und zwar über einen separaten Aufzug.

Im Jahr 2017 ist der Rettungshubschrauber für Zu- und Wegverlegungen von Patienten der Klinik am Eichert 40 Mal auf dem Gelände des Polizeipräsidiums Einsatz an der Heininger Straße in Göppingen gelandet. Dies entspricht einem Start beziehungsweise einer Landung einmal pro Woche.

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