Der neu gestaltete Dorfplatz war für die Gemeinde Ottenbach Grund genug um zu feiern. Nachdem die Wetterprognose nicht ganz so optimal war, um einen lauschigen Abend auf dem neuen Dorfplatz zu verbringen, hat man sich kurzerhand entschlossen, ein beheiztes Zelt für die Besucher aufzubauen und auch das Rathaus zum Ort des Feierns zu machen. Schon am frühen Freitagabend strömten die Gäste, um sich einen gemütlichen Platz zu suchen und das Zelt, aber auch das Entree des Rathauses samt Saal waren schnell voll. „Schön, dass so viel los ist“, sagte Bürgermeister Oliver Franz.

In der kleinen, eingebauten Küche des Ottenbacher Verwaltungsgebäudes ging es hoch her. Die Gemeinderäte und die Rathauscrew hatten einiges zu tun, um die Gäste zu bewirten. Ganz gleich, ob Käsebrot oder Leberkäswecken, für das Abendessen war bestens gesorgt. Gemütlich sollte der Abend werden, Zeit für Gespräche und Austausch in lockerer Runde bieten, das war das Ziel der Einweihungsfeier des Dorfplatzes und dieses Ziel hat Ottenbach auch erreicht.
Die Besucher scharten sich um die Stehtische, wippten zu den Rhythmen von „Streetlife“ und unterhielten sich angeregt. Und es waren beileibe nicht nur Ottenbacher gekommen, sondern auch Auswärtige zog es ins Tal der Liebe.

„Das Rathaus und der Dorfplatz sind sehr gelungen“, sagte Jochen Roth. Er kommt oft von seinem Heimatort Reichenbach unter Rechberg nach Ottenbach und hat die komplette Bauphase des Gebäudekomplexes samt Gestaltung der Außenanlagen mitverfolgt. Auch Heribald Dangelmaier ist voll des Lobes. „Es ist alles viel schöner als vorher und viel besser, als ich es mir vorgestellt hätte“, sagt der 75-jährige Ottenbacher, der schon von Kindesbeinen an in Ottenbach lebt. Schon bei der Projektpräsentation und den Informationsveranstaltungen, lange vor Baustart, war er mit dabei. „Ich konnte mir nicht vorstellen, wie der Betonklotz, der geplant war, einmal aussehen wird“, sagt er. Jetzt ist er begeistert und voll des Lobes für die Architekten. „Das Ergebnis ist großartig und architektonisch gelungen“, meint Dangelmaier.

Auch Adolf Lorenz war anfangs sehr skeptisch. „Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen“, bestätigt der Ottenbacher. Was er auch sehr positiv beurteilt ist, dass sich wieder ein Metzger in Ottenbach angesiedelt hat und dass auch die Bäckerei Geiger im derzeit im Bau befindlichen Geschäftshaus neue Räume beziehen und ein breiteres Angebot anbieten wird. „Das ist wichtig für die Nahversorgung“, sagt er. Heribald Dangelmaier freut sich schon auf das Café, das die Bäckerei Geiger dann eröffnen will. „So etwas fehlt in Ottenbach“, da ist er sich sicher. Allerdings ist für ihn auch klar: „Wenn sich jetzt neue Geschäfte ansiedeln, dann müssen die Ottenbacher auch vor Ort einkaufen, sonst sind die Läden schnell wieder geschlossen.“ Auch Erwin Nägele ist vom neuen Rathaus und dem angrenzenden Dorfplatz begeistert: „Es ist alles super geworden.“ Eine tolle Atmosphäre bescheinigt auch eine weitere Ottenbacherin dem Rathaus und dem Vorplatz. „Man sieht doch heute schon, wie viele Leute gekommen sind“, sagt sie.