Die Tage des Obi-Markts in Eislingen sind gezählt. Wie das Unternehmen mitteilt, gehen in dem Gebäude Anfang März die Lichter aus. Was danach mit dem Haus an der Stuttgarter Straße geschieht, ist ungewiss. Die Stadt bemüht sich offenbar darum, schnell dessen Schicksal zu klären. Das sagte gestern der Wirtschaftsförderer von Eislingen, Bernd Letzel. Er schweigt jedoch über das Ergebnis der bisher geführten Gespräche. Letzel ist im Rathaus dafür verantwortlich, Unternehmen nach Eislingen zu locken und das Ansehen der Stadt zu verbessern.

Die Baumarktkette wechselt von der Niederlassung in Eislingen nach Göppingen. Der Neubau steht auf dem sogenannten Weber-Areal in der Hohenstaufenstadt und soll Mitte März seine Pforten öffnen. Er hat eine Verkaufsfläche von 15 000 Quadratmetern, die Garten- und die Zooabteilung nehmen davon 5500 Quadratmeter ein.

Obi wächst in Göppingen nicht nur in die Länge und Breite. Das Unternehmen vergrößert auch die Zahl seiner Mitarbeiter. Es will 80 neue Jobs schaffen, insgesamt sollen mehr als 100 Männer und Frauen im neuen Domizil arbeiten. Obi-Sprecherin Elena Ottaviano zufolge kommt die Eislinger Mannschaft in dem neuen Markt sowie in anderen Niederlassungen im Kreis unter. Der nächste Standort des Unternehmens ist in Uhingen, ein weiterer befindet sich in Geislingen.

Die Baumarktkette will mit einem breiteren Angebot und zusätzlichen Serviceleistungen in Göppingen überzeugen. Kunden können in einer großen Halle Baustoffe kaufen und schwere Dinge einfach in Fahrzeuge laden. Weitere Besonderheiten des neuen Hauses sind eine Ausstellung mit Sanitärartikeln sowie ein Studio mit Bauelementen. In diesem Bereich sehen die Besucher auch, wie sie mit den Produkten arbeiten und wie sie Probleme in den eigenen vier Wänden lösen können. Kaputte Maschinen für Handwerker nimmt Obi in einem anderen Teil des Markts an. Außerdem verleihen Mitarbeiter Geräte für Zuhause. Wer sein Heim renovieren möchte, dem hilft ein Renovierungsteam bei dem Vorhaben.

Während die Fassade der Niederlassung auf dem Weber-Areal in unternehmenstypischem orange leuchtet, soll das Gebäude selbst "grüne" Vorzüge haben. "Der Obi-Markt wird durch ein beispielhaftes Energiekonzept die Green-Building-Zertifizierung erreichen", sagt Ottaviano. Um das Siegel der Europäischen Kommission zu bekommen, müsse ein Neubau mindestens ein Viertel weniger Energie verbrauchen als vorgeschrieben.