Bestattung Neue Wege und bald auch Rasengräber?

Seit Mittwoch weiß der Böhmenkircher Gemeinderat: Die Wege auf dem Friedhof müssen saniert werden.
Seit Mittwoch weiß der Böhmenkircher Gemeinderat: Die Wege auf dem Friedhof müssen saniert werden. © Foto: Thomas Hehn
Böhmenkirch / Thomas Hehn 28.04.2017

Alles ist vergänglich. Auf dem Friedhof in Böhmenkirch muss man da nicht auf die Gräber schauen, wie der Gemeinderat am Mittwoch vor Ort erfuhr. „Die Wege sind inzwischen so weit abgesackt, dass wir vor allem im Winter allmählich Probleme mit der Verkehrssicherheit bekommen“, warnte Ortsbaumeister Christoph Müller. Im Sommer seien die vielen Pfützen vielleicht nur lästig, bei Frost im Winter drohe dagegen akute Glatteisgefahr.

„Wir sollten da langsam was machen“, schlug Bürgermeister Matthias Nägele vor und erntete keinen Widerspruch. Nach kurzer Aussprache bekam die Verwaltung den Auftrag, vorerst den Hauptweg richten zu lassen. Bei der Gelegenheit soll der Bitumenbelag durch ansehnlicheres Pflaster ersetzt werden. Das würde nur rund zehn bis 15 Prozent mehr kosten, zumal man die Randeinfassungen aus Granit wiederverwenden wolle, versicherte der Ortsbaumeister. 26.000 Euro sind im Etat bereits eingestellt. Müller ist zuversichtlich, dass diese Summe auch reicht.

„Gibt es für den Friedhof eigentlich ein Gesamtkonzept?“, wollte Alexander Aubele wissen. Schließlich seien die Nebenwege ebenfalls marode und die Friedhofsmauer komme auch irgendwann. „Auf dem Friedhof ist man nie fertig“, räumte der Bürgermeister darauf ein. Und das betrifft offenbar nicht nur Sanierungen. So gibt es im Rathaus auch schon Überlegungen, ob auf dem Böhmenkircher Friedhof bald auch Urnengräber auf Rasen oder unter Bäumen möglich sind. „Wir sind schon mit einem Experten in Kontakt“, versicherte der Bürgermeister auf eine entsprechende Frage von Gemeinderat Florian Bulling.

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