Donzdorf Neue Wege durch die Donzdorfer Flur

SWP 16.06.2015
Wegen des Baus der Nordumfahrung gibt es in Donzdorf ein Flurbereinigungsverfahren. Dazu erhält die Stadt einen Zuschuss von 370 000 Euro.

Am Freitag wird Susanne Krüger vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft der Flurneuordnung Donzdorf (Nordumfahrung) offiziell den Bewilligungsbescheid über einen Zuschuss in Höhe von rund 370 000 Euro, den Bund, Land und EU bezahlen.

Insgesamt wird die Flurneuordnung in diesem Bereich rund 1,1 Millionen Euro kosten. Davon übernimmt die Stadt Donzdorf als Unternehmensträger der Nordumfahrung mit 730 000 Euro den Eigenanteil und die Teilnehmerbeiträge.

Die Flurneuordnung Donzdorf ist 2004 angeordnet worden, um die Stadt Donzdorf beim Bau der Umgehungsstraße zu unterstützen und die Auswirkungen auf das landwirtschaftlichen Wegenetz und die Grundstücke zu minimieren. So unterstützte die Behörde die Stadt bereits beim Erwerb der für die Straße benötigten Flächen und bei der Besitzregelung für den Straßenbau, der 2010 mit der Verkehrsfreigabe abgeschlossen wurde. Die Planungen der Flurbereinigungsbehörde im Landratsamt Göppingen zur Umgestaltung des landwirtschaftlichen Wegenetzes wurden im April 2015 vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung LGL genehmigt.

Es werden neue Wege und Wassergräben gebaut, vorhandene Wege modernisiert und nicht mehr benötigte entfernt, sowie die erforderlichen naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen hergestellt. Mit den Zuschüssen können die Maßnahmen nun ausgeschrieben und umgesetzt werden.

In den kommenden Jahren werden in Donzdorf 1,9 Kilometer Schotterwege, 0,7 Kilometer Asphaltwege und vier Kilometer unbefestigte Grünwege entstehen, sowie 1,8 Kilometer Pflasterspurwege, um Natur und Landschaft besonders Rechnung zu tragen. 0,7 Kilometer Wege werden rekultiviert und 2,7 Hektar Ausgleichsmaßnahmen hergestellt. Die Baumaßnahmen sollen Ende 2015 beginnen und voraussichtlich 2017 abgeschlossen sein.

Nach dem Ausbau wird das Wegenetz vermessen, um die neuen Grundstücke zuteilen zu können. Verstreut liegende Eigentumsflächen sollen zusammengelegt werden. Am Ende der Flurneuordnung haben die Landwirte größere Flächen, eine bessere Erschließung und keine Durchschneidungen durch die Nordumfahrung mehr.