Soziales Neue Herausforderungen für den VdK  

Das Duo „The Sixteens“ sorgt für Kurzweil.
Das Duo „The Sixteens“ sorgt für Kurzweil. © Foto: David Stellmacher
Eislingen / David Stellmacher 27.03.2017

Mit bundesweit rund 1,8 Millionen Mitgliedern ist der 1950 gegründete „Verband der Kriegsbeschädigten“ die größte Interessenvertretung der sozial Benachteiligten. Wo Menschen Hilfe brauchen oder in der Auseinandersetzung mit dem staatlichen Sozialsystem nicht mehr weiter wissen, hilft der VdK.Allein im Kreis Göppingen hat der Sozialverband über 3000 Mitglieder. Jetzt hat der VdK zum Jahresempfang in die Eislinger Stadthalle geladen. Es kamen mehr als 500 Mitglieder. „Bei uns sind alle Alters- und Gesellschaftsschichten zuhause“, betonte die Kreisvorsitzende Martina Heer.

Die Aufgaben des Sozialverbandes, sagte der Eislinger OB Klaus Heininger, seien weiterhin von großer Bedeutung. „Als Sprachrohr für die Menschen, die in unserer Gesellschaft benachteiligt sind“, sei der Verband ein wichtiger Akteur und nicht selten „letzte Instanz der Hoffnung“, sagte der OB. Der Stellvertreter des Landrats, Jochen Heinz, wies auf die Bedeutung des VdK im Kreis hin. Beispielsweise gestaltete der Verband im Sozialausschuss die Sozialpolitik mit und trete für die Menschen vor Ort ein. Angesichts der  Herausforderung der Sozialpolitik im Kreis bleibe das Engagement des Verbandes bedeutend  – etwa bei der Integration der rund 2100 Flüchtlingen. Ohnehin erhielten im Kreis jährlich rund 24 000 Menschen soziale Hilfen.

Die zentrale sozialpolitische Rede hielt die Göppinger Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens (SPD). Sie stellte die jüngsten sozialpolitischen Änderungen bei der Pflegeversicherung vor. Die Veränderung in diesem Bereich sei „die wohl umfassendste Reform der Pflegeversicherung seit ihrem Bestehen.“ Nachholbedarf sieht die Abgeordnete im Bereich der stationären Pflege. Zudem sei eine Reform der Rentenversicherung ein wichtiges Projekt der großen Koalition, an dem gearbeitet werde. „Eine verlässliche Altersversorgung ist der Kern des Sozialstaates“, meinte die Politikerin. Sie betonte, wer lange gearbeitet habe, müsse mehr herauskriegen als die Grundsicherung. Hinzu komme, dass mehr für gute Löhne getan werden müsse. „Nur wer sich für gute Löhne einsetzt, sorgt auch für eine gute Rente.“ Doch ohne die Engagierten in den Verbänden könne der Sozialstaat dies alles nicht erreichen: „Wir brauchen dazu Menschen, die sich einsetzen und die weiter weben am gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ Gerade deshalb sei der VdK als Stimme für soziale Belange so wichtig.

Das Duo „The Sixteens“ und die Tanzgruppe „Staufen Irish Dancer“ sorgten für Unterhaltung.

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