Acht-Meter-Deponie Aushub der Klinik-Baustelle soll östlich des Waldeckhofs gelagert werden

Der Holzpfosten markiert das südliche Ende des geplanten Zwischenlagers für  Bauaushub der Klinik am Eichert. Die Deponie soll für fünf Jahre angelegt werden und eine Höhe von bis zu 8,30 Meter erreichen. Im Hintergrund ist die Bergfeld-Siedlung zu sehen. 
Der Holzpfosten markiert das südliche Ende des geplanten Zwischenlagers für  Bauaushub der Klinik am Eichert. Die Deponie soll für fünf Jahre angelegt werden und eine Höhe von bis zu 8,30 Meter erreichen. Im Hintergrund ist die Bergfeld-Siedlung zu sehen.  © Foto: Giacinto Carlucci
Kreis Göppingen / Dirk Hülser 11.02.2019
Der Aushub der Klinik-Baustelle soll für voraussichtlich fünf Jahre auf 12 000 Quadratmetern östlich des Waldeckhofs gelagert werden.

Auf 12 000 Quadratmeter sollen 80 000 Tonnen Aushub, die beim Neubau der Klinik am Eichert anfallen, im Autenbachtal gelagert werden. Die Deponie wird voraussichtlich im Mai zwischen der Klinik am Eichert und Jebenhausen, östlich des Waldeckhofs, in Betrieb gehen. Laut den Antragsunterlagen der Alb-Fils-Kliniken wird der Baugrubenaushub eine Höhe von bis zu 8,30 Meter erreichen. Es ist vorgesehen, das „Bodenzwischenlager“ voraussichtlich fünf Jahre lang zu betreiben – bis zum Abbruch der Klinik am Eichert. Der Aushub soll dann zur Verfüllung und Modellierung des neuen Geländes verwendet werden.

Behörde gab grünes Licht

Das Landratsamt hat bereits grünes Licht für die Deponie gegeben. Das Umweltschutzamt des Landkreises hat nach einer Vorprüfung entschieden, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht notwendig sei, nachteilige Umweltauswirkungen seien nicht zu erwarten. Die Klinik am Eichert gehört dem Landkreis beziehungsweise der kreiseigenen Alb-Fils-Kliniken GmbH.

Bürger können die Antragsunterlagen noch  bis zum 1. März persönlich in Augenschein nehmen. Sowohl im Bezirksamt Jebenhausen als auch im Landratsamt ist dies möglich. Sollte es Einwendungen gegen das Vorhaben geben, ist für den 29. März ein öffentlicher Erörterungstermin vorgesehen. In einer amtlichen Bekanntmachung des Landratsamts heißt es allerdings: „Der Erörterungstermin wird auf Grund einer Ermessensentscheidung der Genehmigungsbehörde ... durchgeführt.“ Mit „Genehmigungsbehörde“ ist auch hier das Landratsamt gemeint.

Gebiet liegt beim Waldeckhof

Die vorgesehen Fläche befindet sich südlich der früheren, mittlerweile abgerissenen Personalwohnungen und grenzt im Osten an einige Schrebergärten, die sich am Waldrand befinden. Der Feldweg, der zum Waldeckhof führt, markiert die nördliche Grenze, der Autenbach die südliche. Vor Ort lassen bereits pink angesprühte Holzpfosten das Ausmaß der Deponie erkennen. Das Gelände, das derzeit zum größten Teil landwirtschaftlich genutzt wird, gehört dem Christophsbad. Die Anlage soll während des Aushub-Einbaus täglich von 6 bis 22 Uhr in Betrieb sein. Nach zwei Monaten wäre sie dann komplett gefüllt.

Zu welchen Schlüssen die Gutachten kommen, die den Unterlagen beigefügt sind und wie der Lebensraum der Zauneidechse geschützt werden soll, das und mehr zu den Hintergründen des Vorhabens lesen Sie in der Dienstagsausgabe der NWZ sowie im E-Paper.

Unterlagen sind öffentlich ausgelegt

Unterlagen Die Antragsunterlagen für das geplante Bodenzwischenlager sind noch bis zum 1. März öffentlich ausgelegt. Sie können im Bezirksamt Jebenhausen (Zimmer 2) und im Landratsamt (Zimmer 215) zu den üblichen Öffnungszeiten eingesehen werden.

Erörterung Bis 15. März können Einwendungen gegen die Deponie schriftlich erhoben werden. Ein möglicher Erörterungstermin würde dann am 29. März ab 10 Uhr im Helfensteinsaal des Landratsamts stattfinden.

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