Was lange währt, wird endlich gut – diese Redewendung trifft im Fall des neuen Feuerwehrmagazins auf jeden Fall zu. Nachdem das bisherige Gebäude der Reichenbacher Wehr in die Jahre gekommen und zu klein geworden ist, zudem auch den geforderten Standards längst nicht mehr entspricht, gab es schon länger Überlegungen für einen Neubau im Donzdorfer Ortsteil. Auch die Verlegung des Standorts wurde dabei laut einer Pressemitteilung der Stadt diskutiert und erste Skizzen für einen Neubau bei der Rehgebirgshalle waren vorbereitet. Schließlich beauftragte der Ortschaftsrat im Dezember 2015 die Stadtverwaltung für den Bau eines neuen Feuerwehrmagazins, einen Zuschussantrag zu stellen. Dem stimmte der Gemeinderat auch zu und das Vorhaben konkretisierte sich.

Erst Feuerwehr, dann Schule

Im Herbst 2016 erhielten drei Architekturbüros im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung den Planauftrag für ein Feuerwehrmagazin bei der Rehgebirgshalle. Dort befindet sich auch die Grundschule und so war im Umfang dieses Auftrages gleichzeitig enthalten, unter Verwendung der vorhandenen Bausubstanz die dortige Grundschule einzügig umzubauen und Räume für eine zweigruppige Kindertagesstätte zu integrieren. Die Lösung des Architekturbüros von Bock aus Göppingen überzeugte am Ende die Jury. Inzwischen hat sich jedoch die Kirchengemeinde wieder von der Idee distanziert. Der Kindergarten in Reichenbach bleibt in den bekannten Räumlichkeiten. So wird in zwei Vorhaben zunächst das Feuerwehrmagazin realisiert, danach folgt die Schulsanierung.

Der für das Feuerwehrmagazin beantragte Zuschuss über 90 000 Euro aus dem Förderprogramm des Feuerwehrwesens war bereits 2017 für einen Baubeginn im Jahr 2018 bewilligt worden. Den Baubeschluss fasste der Donzdorfer Gemeinderat im Juli vergangenen Jahres und mit dem Rohbau sollte nach dem Sommer begonnen werden. Doch auf die Ausschreibung gingen zwar für die Gewerke passende und preislich akzeptable Angebote ein, aber gerade für das am Anfang stehende Rohbaugewerk fand sich kein Anbieter, sodass der Baubeginn auf 2019 verschoben werden musste.

Reick: Wichtig für die Eigentständigkeit

„So turbulent wie alles begonnen hat, so sehr freuen wir uns, dass jetzt alles geregelt ist“, meinte Bürgermeister Martin Stölzle beim Spatenstich. Ortsvorsteher Dietmar Rieger freut sich, dass die Reichenbacher Einwohner bei Hochwasser und ähnlichen Notfällen auch weiterhin gesichert sind. Kreisbrandmeister Dr. Michael Reick hob das Bauvorhaben als wichtigen Schritt für den Erhalt der Eigenständigkeit des Reichenbacher Löschzuges hervor und Architekt von Bock sieht das Bauprojekt als Gesamtensemble, bei dem das Feuerwehrmagazin den ersten Schritt darstellt.

Für den Neubau sind 900 000 Euro veranschlagt. Bis zum Jahresende soll das neue Domizil der Reichenbacher Brandbekämpfer fertiggestellt sein.

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