Die Neuapostolische Kirche plant in Uhingen ein neues Gemeindezentrum. Das Grundstück an der Alemannenstraße wurde bereits gekauft. Der Neubau, der 200 bis 220 Besuchern Platz bietet, wird die drei bisherigen Sakralgebäude in Uhingen, Albershausen und Ebersbach ersetzen, letzteres wurde nach Angaben der Kirche bereits verkauft. Die drei neuapostolischen Gemeinden hatten sich zum Jahresbeginn zur Gemeinde Unteres Fils­tal zusammengeschlossen.

Im Gemeinderat wurde der für den Neubau notwendigen Änderung des Flächennutzungsplanes zwar mehrheitlich zugestimmt, 20 Räte waren dafür, neun dagegen, einer enthielt sich. Es gibt zwei Punkte, die  Unwohlsein verursachten.  Sabine Braun (CDU) sah die Gefahr, dass „scheibchenweise immer weiter Richtung Faurndau gebaut wird“, wenn man keine Begrenzung festlege. Susanne Widmaier (SPD) findet es grundsätzlich problematisch, mit dem Gemeindezentrum das erste Gebäude östlich der Alemannenstraße zu errichten: „Es ist seit Jahren ungeschriebenes Gesetz, dass die Straße die Grenze der Bebauung Richtung Blaubach darstellt. Was machen wir, wenn weitere Objekte hinzukommen?“ Hauptamtsleiter Reinhard Goldmann argumentierte, im Stadtentwicklungskonzept sei eine Baureihe östlich der Alemannenstraße vorgesehen. Wie weit die Bebauung gehen soll, entscheide grundsätzlich der Gemeinderat.  Die Gebäudereihe habe man seit Jahren aus guten Gründen abgelehnt, sagte Widmaier.

Wo die Glaubensgemeinschaft nach Meinung aller Fraktionen und der Stadtverwaltung nachbessern muss, sind die Stellplätze. Auf dem vorliegenden Vorentwurf sind nur 17 Parkplätze eingezeichnet, das reiche bei weitem nicht aus. „35 bis 40 Stellplätze sollten es schon sein“, verlangt Rainer Frey (FWV). Die Zahl der Parkplätze müsse im Bebauungsplanverfahren geregelt werden, sagte Goldmann, etwa durch einen städtebaulichen Vertrag. Die Kirche plane einen Architektenwettbewerb und habe ein Rücktrittsrecht vom Kauf, falls ein Bebauungsplan nicht zustande komme. Bürgermeister Matthias Wittlinger ist zuversichtlich: „Das Baufenster ist nicht ausgeschöpft, da passen schon noch einige Parkplätze darauf.“