Laut dem Netzwerk sind in Deutschland bis zu 1,5 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Dabei leiden Menschen mit Demenz nicht nur an ihrer Erkrankung, sondern auch unter sozialer Ausgrenzung. Ebenso stellt die Krankheit für Betroffene und ihre Familien eine besondere Herausforderung dar. Unter dem Motto "Demenz - Vergiss mich nicht" wollen die Netzwerke Demenz im Landkreis Jung und Alt auf diese Herausforderung aufmerksam machen und ermutigen. Jeder kann in seinem Alltag etwas tun, damit sich Menschen mit Demenz zurechtfinden, angenommen und verstanden fühlen. "Ziel ist es, Betroffenen und ihren Angehörigen direkt in ihrem Wohnumfeld die bestmögliche Unterstützung zu bieten und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken", betont Heide Daiss von der IAV-Stelle.

Um ein grundsätzliches Bewusstsein zu schaffen und einer Tabuisierung und Ausgrenzung demenziell Erkrankter und deren Angehörigen entgegenzuwirken, wird das Demenz-Netzwerk Eislingen im Rahmen des Welt-Alzheimer-Tages am 21. September mit Aktionen und Veranstaltungen Demenz transparent machen und für Verständnis und Solidarität werben.

Zwischen 9 und 16 Uhr können sich Besucher im großen Foyer der Eislinger Stadthalle über die Hilfsangebote bei Demenz informieren. Neben Infomaterialien und Broschüren zum Thema wird in regelmäßigen Abständen im Jurasaal der Kurzfilm "Apfelsinen in Omas Kleiderschrank" präsentiert. Am Beispiel eines 16-jährigen Jugendlichen und seiner Oma wird ein Einblick in das familiäre Zusammenleben mit einer Demenzkranken gezeigt. Außerdem gibt der Film Anregungen, das Verhalten Demenzkranker besser zu verstehen und einen Zugang zu dieser "fremden Welt" zu finden. Daneben bietet ein von der Emil-von-Behring-Schule zur Verfügung gestellter Simulationsanzug die Möglichkeit, die typischen Einschränkungen im Alter wie Gelenk-Versteifungen, Einengung des Sichtfeldes und Schwerhörigkeit, am eigenen Leib zu erfahren.