Sowohl steilere Lagen im Filstal als auch die Albhochfläche seien betroffen gewesen, berichtete der Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) des Kreises, Eberhard Stähle, jetzt im Ausschuss für Umwelt und Verkehr des Kreistags. Wegen des Schnees und der Häufung von Feiertagen habe sich für manche Bewohner die Leerung um bis zu eine Woche verzögert.

Am 27. Dezember sei gegen 9 Uhr die Abfuhr im Oberen Filstal und auf der Albhochfläche, wie im Bereich Hohenstadt, aus Sicherheitsgründen abgebrochen worden. "Wissen Sie, wenn so ein 25 Tonnen schweres Müllfahrzeug einmal ausbricht, hält das nichts mehr", sagte Stähle. Diese Fahrzeuge seien dann im Tal, in Gingen und Salach eingesetzt worden, um die dort ebenfalls mühselige Müllabfuhr zu beschleunigen. Die ETG, die den Müll im Auftrag des Kreise abholt, habe wirklich alle Anstrengungen unternommen, betont Stähle: "Die Mitarbeiter haben sich verkämpft und gemacht, was mach- und verantwortbar war." Wegen des teilweise hohen Schnees sei es häufig ein Kraftakt gewesen, allein die Mülltonnen zu bewegen. Bis 5. Januar hätte sich die Situation entspannt gehabt.

Aus der Bevölkerung seien viele Anfragen gekommen, die meisten Bürger hätten Verständnis für die schwierigen Umstände gehabt. Beklagt worden seien Probleme mit den gelben Säcken. Dafür sei nicht der AWB, sondern die Stuttgarter Firma Alba zuständig. Um die Bevölkerung mit einer Pressemitteilung zu informieren, ist es laut Stähle zeitlich zu knapp gewesen.