Aufgrund der dynamischen Entwicklung durch den Coronavirus kann es auch bei der Müllabfuhr im Raum Göppingen und Geislingen zu Einschränkungen kommen. Dies kündigt der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) im Kreis Göppingen in einer Mitteilung an: „Ausfälle durch Kinderbetreuung oder erkrankte Fahrer und Mitarbeiter in den Entsorgungsanlagen lassen sich nicht so einfach ausgleichen. Dies kann zu Verzögerungen bei der Abholung verschiedener Abfallarten führen.“

Müllabfuhr im Kreis Göppingen: Restmüll und Biomüll haben Vorrang

Sollte in den nächsten Tagen eine solche Situation eintreten, müssen die Aufgaben laut AWB mit Blick auf den Schutz der Bevölkerung vor Seuchen priorisiert werden. Die Entsorgungsfirmen sollen vorerst alle Sammeltouren gemäß den Terminen aus dem Abfallkalender abfahren. „Sollte es jedoch zu größeren Personalengpässen kommen, hat die Abholung von Biobeutel und Restmüll Vorrang.“

Ulm/Göppingen

Sperrmüll-Abholung: Wartezeit mindestens acht Wochen

Da immer mehr Berufstätige nicht mehr zur Arbeit können, nutzen der Mitteilung zufolge viele die Zeit und räumen Keller und Schränke aus oder arbeiten im Garten: „In den letzten Tagen sind die zu den Straßensammlungen bereitgestellten Grüngutmengen, die auf den Wertstoffzentren und -höfen abgegebenen Abfallfraktionen oder auch die Sperrmüllanmeldungen überproportional angewachsen.“ Bei der Sperrmüll-Abholung muss mittlerweile eine Wartezeit von mindestens acht Wochen eingeplant werden. Die Sammelfahrzeuge kommen den wachsenden Abfallmengen nicht mehr hinterher, die Container und die Lagerflächen auf den Sammelstellen sind nach der Leerung gleich wieder voll.

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Bad Ditzenbach

Werststoffhof überlastet

Aus Sicht des AWB besteht in der aktuellen Situation kein zwingender Bedarf zur unmittelbaren Entsorgung von Sperrmüll, Wertstoffen und Gartenabfällen. Diese sollen möglichst lange zu Hause gelagert werden, damit die Erfassungssysteme möglichst lange reibungslos aufrechterhalten werden können. Andernfalls könnte es kurzfristig zu Einschränkungen bei Sammlungen oder der Schließung von Sammelstellen kommen, warnt der Abfallwirtschaftsbetrieb. In einigen Nachbarlandkreisen sei dieser Schritt bereits notwendig geworden.