Autobahn Mühlhausen hat Ärger mit Wildpinklern

Mühlhausen / Johannes Traub 25.07.2018
Anwohner fordern eine Schutzwand zwischen Parkplatz und ihren Grundstücken. Doch die lässt auf sich warten.

Eine Lärmschutzwand soll den Autobahnrastplatz am Albaufstieg in Mühlhausen bald von den angrenzenden Grundstücken trennen. Für den Bau der Lärmschutzwand war jedoch die Entfernung einiger Pflanzen zwischen Rastplatz und Grundstücken notwendig – die auch ordnungsgemäß erfolgte. Nun lässt der Bau der Lärmschutzwand jedoch auf sich warten mit der Folge, dass einige Lkw-Fahrer ungehindert von Gestrüpp oder Büschen große und kleine Geschäfte „buchstäblich in den Geranien der Anwohner hinterlassen“, wie Bürgermeister Bernd Schaefer in der Ratssitzung am Montagabend erläuterte. Darüber hinaus stört der Lärm der Lastwagen, vor allem jener mit Kühlaggregaten, die Ruhe vor Ort.

Mühlhausens Bürgermeister hatte beim Regierungspräsidium bereits eine kurzzeitige Schließung des Rastplatzes veranlasst, die jedoch schnell wieder aufgehoben wurde. „Von höherer Stelle“, wie Schaefer vielsagend erklärte. „Uns wird deutlich gemacht, dass die Gesichtspunkte Hygiene und Lärm in Anbetracht der Notwendigkeit der Rastplätze in den Hintergrund rücken.“ Mit hörbarer Enttäuschung fügte er an: „Die Anwohner sollen einfach damit leben, bis die Lärmschutzwand kommt.“ Schaefer kündigte unter Zustimmung der Räte an, „auf politischem Wege“ gegen diesen Entscheid vorzugehen.

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