Kreis Göppingen Mittendrin in der pulsierenden Metropole

Die Göppinger Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens (Sechste von links) hat sich mit den Berlin-Fahrern zum Erinnerungsfoto aufgestellt.
Die Göppinger Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens (Sechste von links) hat sich mit den Berlin-Fahrern zum Erinnerungsfoto aufgestellt. © Foto:  
Kreis Göppingen / SWP 15.07.2015
50 Personen aus dem Landkreis Göppingen haben auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Heike Baehrens (SPD) an einer politischen Informationsreise nach Berlin teilgenommen.

Außer Besuchen im Bundesfamilienministerium und in der Willy-Brandt-Stiftung stand ein Besuch im Bundestag auf dem Programm. Hier diskutierten die Teilnehmer mit Baehrens und erfuhren mehr über den Ablauf einer Sitzungswoche.

Erschütternd blieben die Eindrücke in den Gedenkstätten "Haus der Wannsee-Konferenz", wo die Nazis im Jahr 1942 die Vernichtung der Juden in Europa beschlossen, und in der Gedenkstätte Hohenschönhausen, dem ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis der DDR. Hier wurden die Tiefpunkte deutscher Geschichte sichtbar und greifbar. Vor allem vermittelt durch Zeitzeugen, die aus eigenen entwürdigenden Lebenswegen berichten konnten.

Die äußerlich glanzvolle und umtriebige Bundeshauptstadt trug das ihrige zum Gelingen der Reise bei. Die Busfahrten durch den Großstadtbetrieb waren eine Ergänzung des Programms, um mehr über Berlin aus städtebaulichem Blickwinkel zu erfahren - etwa die neue Architektur des Potsdamer Platzes, das neue alte Zentrum, das nach dem Mauerbau eine große, geteilte Brachfläche war. Aber ebenso das sozialistische Erscheinungsbild der ehemaligen Stalin-Allee, ein Boulevard mit einer Mischung aus Pracht- und Plattenbauten und seit der Umbenennung 1961 noch heute die Karl-Marx-Allee. Von dort war am 17. Juni 1953 der Volksaufstand in der damaligen DDR ausgegangen, hatten die ersten Streiks als Protest gegen die von der SED beschlossenen Normerhöhungen - sprich: Erhöhung der Arbeitsleistung - begonnen.

Eine besondere Note bekam die Reise durch die Teilnehmer selbst, die unter anderem von den IG-Metall-Senioren Göppingen, der SPD, Bürgerinitiativen aus dem Schurwald und dem Elternverein "Gemeinsam Lernen - Gemeinsam leben" kamen. Ebenso mit dabei: mehrere junge Menschen mit Handicap, die die Gruppe und die Ausfahrt zu einer gelebten Form der Inklusion werden ließen.

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