Konzert Mit Musik erleben was verbindet

Deggingen / Patricia Jeanette Moser 17.07.2018

Schüler der Musikschule Geislingen haben am Freitag das Canisiusheim in Deggingen in einen Konzertsaal verwandelt. Der große Raum, in dem ansonsten Feste und Theatervorstellungen stattfinden, war erfüllt von schönsten Klängen der unterschiedlichen Ensembles. Am Samstag wiederholte sich das Konzert in der Geislinger Jahnhalle.

Hoch konzentriert eröffneten die Paganinis das Programm mit einer „zauberhaften Fidelgeschichte“, aus der Feder von Julia Schröter, einer jungen Münchner Musikerin (Jahrgang 1987). Unter der musikalischen Leitung von Susanne Gmelin ließen die jungen Musiker die Dampflok schnaufen beim „Lokomotiven Choop Choop Song“. Humorvoll und unterhaltsam gestaltete sich die Weiterreise beim „Kuh-Muh-Trott-Step“. Viele weitere tierische Protagonisten sorgten für musikalische und dramaturgische Vielfalt.

Diese musikalische Herausforderung gelang den Paganinis bestens. Unterstützend fungierte Bernhard Brendle als Erzähler und ließ dabei jedes Tier arttypisch lebendig werden. Das Publikum applaudierte nach diesem gelungenen Anfang gerne und leidenschaftlich.

Die Vielfältigkeit der Musikschule Geislingen zeigte sich in jedem weiteren Ensemble. Die „Maxis“, bestehend aus Violinen, Harfe und Bass, brachten Festlichkeit und Eleganz in den weiteren Abend. Sie zeigten ihr Können mit der Symphonie B-Dur von Johann Stamitz (1717-1757). Unter der Leitung von Christina Horvath gab es Daumen hoch fürs Nachwuchsorchester bereits beim „Alla Breve“. Auch beim „Andante“ war sie zufrieden und beim abschließenden „Allegro“ applaudierte sie ihren Schützlingen.

Danach widmete sich die „Fiddle Band“ unter der Leitung von Susanne Gmelin der traditionellen schottischen Musik. Fünf Violinen und ein Cello ließen eine getragene Melodie erklingen. Diese durfte sich  steigern, Tempo entwickeln, um beim Publikum Begeisterungsstürme auszulösen.

Großen Anteil daran hatte der gesangliche Einsatz von Miriam Wagner, mit ihrer beeindruckenden Sopranstimme. Sie übernahm eingangs beim Einsatz der Paganinis die Solovioline, während sie auch bei der Fiddle-Band die erste Geige spielte.

Sibelius, Bruch und Bernstein

Nach einer verdienten Pause füllte sich der Bühnenbereich mit dem großen Ensemble der Musikschule, dem Jugend-Sinfonieorchester,  unter der Leitung von Holger Frey. Sein musikalisches Angebot bediente sich bei Jean Sibelius (1865 -1957), Max Bruch (1838-1920) und bei Leonard Bernstein (1918-1990). Das Theaterstück „Pelléas und Mélisande“ von Maurice Mettelinck aus dem Jahr 1892 wurde mehrfach vertont, von Jean Sibelius im Jahr 1905. Gefühlvoll und getragen gestalteten sich die musikalischen Abschnitte, die an Leichtigkeit gewannen beim Walzertakt bei „Frühling im Park“. Die jungen Musiker verstanden es vorzüglich, der musikalischen Vorgabe zu folgen und steigerten sich bei „Mélisande am Spinnrad“ eindrucksvoll. Temporeiche Querflöten machten das Geschehen bildhaft vorstellbar.

Engagiert und leidenschaftlich

Viel Applaus erhielt das große Orchester nach diesem gelungenen Einstieg. Bei allen folgenden Beiträgen sollte dies nicht anders sein. Auch das Jugend-Sinfonieorchester der Musikschule zeigte junge engagierte und leidenschaftliche Musiker.

Info Noch sieben weitere Konzerte stehen für Schüler der Musikschule Geislingen in diesem Jahr auf dem Programm. Der nächste Auftritt findet am 23. September im Rahmen einer Matinee im Geislinger Kapellmühlsaal statt. Im November und im Dezember sind jeweils drei weitere Konzerte in der Region geplant. Aktuelle Informationen unter www.musikschule-geislingen.de

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