Zeremonie Mit eiskaltem Guss in die heiße Fasnet

Auch Täufling Kemal Akdesir musste die eiskalte Dusche über sich  ergehen lassen.
Auch Täufling Kemal Akdesir musste die eiskalte Dusche über sich ergehen lassen. © Foto: Konstantin Heidemann
Deggingen / Von Konstantin Heidemann 14.01.2019

Die Fasnetsgesellschaft Deggner Leirakiebl hat sich mit sieben neuen Mitgliedern verstärkt. Am Freitagabend wurden sie mit einem eisernen Guss aus der eiskalten Fils getauft. Vorausgegangen war ein knapp einstündiger Narren-Gottesdienst in der Degginger Heilig Kreuz Kirche. Dort segnete Diakon Gerhard Plura mit den Worten „Herr unser Gott, segne diese Masken und vor allem diejenigen, die sich nachher dahinter verbergen“ die Masken. Für den musikalischen Teil sorgte die Degginger Nachwuchsband „Notes from the Past“ mit den Sängerinnen Claudi und Romy Mack, die bei den rund 100 Gottesdienstbesuchern mit und ohne Häs bestens ankam.

Im Anschluss zog die große Festgemeinde aus zwölf befreundeten Zünften, närrischem Fußvolk und dem spielfreudigen Musikverein Deggingen zum nahe gelegenen Filsufer. Dort hatte die Feuerwehr mit großen Scheinwerfern den „Taufplatz“ schon großzügig ausgeleuchtet. Da der Vereinsvorsitzende Stefan Schiedloch wegen eines Todesfalls in der Familie verhindert war, führte der zweite Zunftmeister, Frank Hoffmann,  durchs abendliche Taufprogramm. Zum Auftakt der eigentlichen Zeremonie musste jeder Täufling einen deftigen Schluck des speziell angesetzten Schnapsgebräus aus dem hölzernen Kiebl mit aufgesetztem Trichter von Leirakiebl-Mitglied Markus Baumert zu sich nehmen. Dem folgte der eiserne Guss von Täufer Matthias Lohr. Für die zwei minderjährigen Neulinge Laurin Napholz und Luca Bock gab es die Mischung selbstverständlich alkoholfrei. Sie und die anderen Täuflinge Fabian Schwind, Andrea Brandt, Kemal Akdesir, Marius Frey und Florian Thanner wurden von ihren persönlichen Paten der Bärenstecher Aichelau begleitet. Die Paten hielten  solange die sehnsüchtig erwartete Maske, bis die komplette Zeremonie endgültig vollzogen war.

Nach dem eiskalten Guss ging es direkt vom Aleenweg zur zünftigen Taufparty ins Degginger Hasenheim, wo noch lange gefeiert wurde.

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