Kreis Göppingen Ministerium füllt den Fördertopf

Der Platz vor der Kirche in Aufhausen. Der Geislinger Stadtbezirk bewirbt sich um die Aufnahme ins ELR als Schwerpunktgemeinde.
Der Platz vor der Kirche in Aufhausen. Der Geislinger Stadtbezirk bewirbt sich um die Aufnahme ins ELR als Schwerpunktgemeinde. © Foto: Markus Sontheimer
SWP 16.06.2015
Die Bewerbungsfrist für das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist angelaufen. Bis 12. Oktober bleibt Zeit, die Anträge einzureichen.

Damit der Ländliche Raum als Lebensraum attraktiv bleibt, bietet das Land das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) an. Das soll nach Auskunft des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz dazu beitragen, die vom Grundgesetz verbriefte Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse in ganz Deutschland zu erhalten. "Wir wollen lebendige Ortskerne im ländlichen Raum, in denen sich die Bürger wohl fühlen", erläutert Minister Alexander Bonde. Die Bewerbungsfrist läuft seit Freitag und endet am 12. Oktober.

Noch mehr als in der Vergangenheit konzentriert sich das Programm 2016 laut Ministerium auf Projekte, die Entwicklung und Belebung der Ortskerne zum Ziel haben. Voraussetzung, um ins ELR aufgenommen zu werden, ist ein Antrag, in dem mehrere Dinge aufgelistet sind: Wie ist die strukturelle Ausgangslage? Welche Entwicklungsziele bestehen? Wie sieht der Maßnahmenplan mit Einzelprojekten aus? Welches Umsetzungs- und Finanzierungskonzept gibt es dazu? Antragsteller sind die Gemeinden, eine Förderung kann es auf Ebene von Teilorten, von Gemeinden oder von interkommunalen Zusammenschlüssen geben. Bei den vier Förderschwerpunkten Arbeiten, Grundversorgung, Gemeinschaftseinrichtungen und Wohnen sind Zuschüsse für private, gewerbliche und kommunale Investitionen möglich. Private Investoren erhalten nähere Informationen bei ihrer Gemeinde. Die Anträge können beim Landratsamt oder Regierungspräsidium eingereicht werden.

Seit der aktuellen ELR-Auflage besteht die Möglichkeit, sich als Schwerpunktgemeinde zu bewerben. Auch der Geislinger Stadtbezirk Aufhausen stellt einen entsprechenden Antrag. Schwerpunktgemeinde bedeutet, dass die Orte fünf Jahre lang einen Fördervorrang genießen. Bedingung ist ein verstärktes bürgerschaftliches Engagement im und fürs Dorf. "Ich freue mich auf einen kreativen Wettbewerb um die besten Projekte, die den ländlichen Raum in den Bereichen Arbeiten, Grundversorgung, Gemeinschaftseinrichtungen und Wohnen weiter voranbringen", so Bonde.

Info www.mlr.baden-wuerttemberg.de/ELR