Gastronomie Mick Baumeister eröffnet „Gasthaus Stern Mick live“

swp 15.09.2017

„Davon habe ich ein Leben lang geträumt.“ Das sagt der Filmkomponist und Pianist Mick Baumeister zu seinem neuen Engagement. Er pachtet den Stern in Metlangen und haucht ihm neues Leben ein. Mit einem Gastronomiebetrieb, der „alles auf der Speisekarte hat, was mir selbst schmeckt“. Und mit etwas mehr: Es soll gleichzeitig ein Treffpunkt für alle sein, die Spaß an Musik und Kleinkunst haben. „Ein Treffpunkt für nette Leute eben“, sagt Mick Baumeister und betont: „Es wird auf keinen Fall ein Nobelschuppen werden.“

Der Musiker outet sich in diesem Zusammenhang als engagierter Koch, eine Leidenschaft, die er nun mit der Musik zusammenbringt. Auch räumlich: Gegenüber dem frisch renovierten „Stern“ entsteht sein „gläsernes Studio“.

Der Restaurantbetrieb

Mick Baumeister sieht sich „für alles verantwortlich, was dort passiert“. An erster Stelle die Küche. „Wir werden schwäbische Gerichte anbieten.“ Ganz sicher Mick Baumeisters Lieblingsessen Kartoffelsalat und Rostbraten oder Linsen mit Spätzle. Der Komponist liebt selbst auch ita­lienische Kost, „deshalb werden wir so manche ita­lienische Speisen anbieten“. Vier Tage in der Woche wird geöffnet, „immer von Donnerstagabend bis Sonntagabend“. Den Rest der Woche will Mick Baumeister im Tonstudio verbringen – zwischen Flügel und Synthesizer. Das bisherige Scheunengebäude erhält eine gläserne Öffnung hin zum Stern-Garten. Das will Verpächterin Monika Wild noch in diesem Jahr realisieren. „Dann entstehen die künftigen Kompositionen für Krimis und Spielfilme direkt in Metlangen“, sagt Mick Baumeister.

Die Nähe von Gaststätte und Tonstudio kommt seiner Idee entgegen, ein Veranstaltungsprogramm auf die Beine zu stellen. Der idyllisch gelegene Stern-Garten reizt ihn da besonders. „Da lässt sich auch mal der Flügel aus dem Studio direkt in den offenen Gastronomiebereich schieben. Zurzeit ist er dabei, ein Programm auszuarbeiten. „Es wird musikbetont sein, aber wir werden auch Kabarett auf der Bühne haben.“ Denkbar wären ebenso Stummfilmvorführungen, die musikalisch unterlegt werden. Das Open-Air-Programm wird es erst im kommenden Jahr geben. Ab Oktober sind erst einmal Gastronomie und kulturelle Beiträge in der Gastwirtschaft vorgesehen.

Über das Engagement in der Küche hinaus wird Baumeister seinen Hauptberuf nicht aus den Augen verlieren. „Es gibt weitere Filmprojekte, über die wir im Vorfeld aber noch nicht plaudern können“, sagt der Künstler. Die aktuelle Entwicklung gefällt ihm: „Vier Jahre war ich auf der Suche nach einem geeigneten Ort, jetzt habe ich ihn gefunden.“

Der „Stern“ in Metlangen hat eine lange Geschichte, die schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begonnen hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das fast 6000 Quadratmeter große Anwesen in neue Hände über. Die heutige Besitzerin konnte mehrfach Pächter für das Gasthaus finden. Zuletzt war das Anfang vergangenen Jahres. Dieses Engagement war allerdings zur Jahresmitte schon wieder beendet. Um so erfreuter ist Monika Wild, dass es jetzt nach einem Jahr Stillstand weitergeht.

Stillstand vorbei

Auch Konzerte im Biergarten hat es in der Vergangenheit schon gegeben, in jüngster Zeit war das etwa die Band „Mäx“ mit ihren Coverversionen aus 60 Jahren der Rockgeschichte.