Uhingen Matthias Wittlinger ist neuer Kreisjägermeister

Die Hegeschau der über 600 Jäger der Kreisjägervereinigung Göppingen zeigte am Samstag im Uhinger Uditorium "Trophäen eines gesunden Wildbestandes". Bei der Hauptversammlung wurde ein neuer Kreisjägermeister gewählt.
Die Hegeschau der über 600 Jäger der Kreisjägervereinigung Göppingen zeigte am Samstag im Uhinger Uditorium "Trophäen eines gesunden Wildbestandes". Bei der Hauptversammlung wurde ein neuer Kreisjägermeister gewählt. © Foto: Margit Haas
MARGIT HAAS 17.03.2014
Die Unruhe unter Jägern ist groß: die Pläne für ein neues Jagdrecht waren neben der Neuwahl des Kreisjägermeisters bei der Hauptversammlung der Kreisjägervereinigung das zentrale Thema.

Im Eingangsbereich des Uhinger Uditoriums zeigte am Samstag die Hegeschau der über 600 Jäger der Kreisjägervereinigung Göppingen (KJV) "Trophäen eines gesunden Wildbestandes, die belegen, dass wir Jäger unserem Auftrag nachkommen", betonte Andreas Oberländer. Darin werden sie mit Veränderungen konfrontiert sein. Die schaffen Unruhe. Denn das neue Jagdrecht der grün-roten Landesregierung stößt auf Kritik. Dies machten der scheidende Kreisjägermeister Kurt Mürdter und auch Landesjägermeister Jörg Friedmann deutlich. "Wir werden das Jagdrecht neu lernen müssen", so Friedmann, der bedauerte, dass der vorab in die Öffentlichkeit gelangte Entwurf "Regelungen fernab der Praxis enthält".

Der oberste Jäger des Landes mahnte die Jäger an: "Es geht ans Eingemachte. Streiten Sie aktiv mit uns und unterstützen Sie uns." Dass die Beziehungen zwischen Mürdter und der Forstverwaltung nicht die besten sind, ist kein Geheimnis. Martin Geisel vom Forstamt Göppingen konnte sich am Ende der Versammlung aber über versöhnliche Worte des neuen Kreisjägermeisters freuen: "Wir müssen aufeinander zugehen, Forst und Jagd gemeinsam weiterentwickeln", betonte Matthias Wittlinger. Auch er sparte nicht mit Kritik am neuen Jagdrecht. Gerade die "Wildruhe", die die Jagd im März und April verbietet, um das Wild nicht zu stören, "ist ein großer Blödsinn" im Blick auf alle, die im Wald arbeiten oder ihn in der Freizeit nutzen.

Geisel unterstrich: "Unsere Kulturlandschaft ist ohne Jagd nicht möglich ist. Jäger leisten einen wichtigen Beitrag zum Vorteil der Gesamtgesellschaft." Andrea Maier (Kreisjagdamt) informierte über Einzelheiten der "Rehwildbewirtschaftung ohne Abschussplan". Die Zahlen, die sie vorlegte, zeigen, dass die Jäger sowohl die Schwarzwildproblematik als auch das Thema der Schäden an Gehölzen durch Rehwildverbiss ernst nehmen. Die Zahl des erlegten Rehwildes stieg von 1800 im Vorjahr auf über 2500, des Schwarzwildes von 316 auf 1076 Tiere im aktuellen Jagdjahr. Bei den Wahlen zur Vorstandschaft wurde Alexander Schulz-Wulkow zum Stellvertreter von Wittlinger gewählt. Neu zuständig für die Jugendarbeit ist Kathrin Falkenberg, für das Hundewesen Martin Jünger.

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