Das Sozialministerium des Landes schlägt Alarm: Seit Jahresbeginn wurden in Baden-Württemberg bereits 30 Masern-Erkrankungen ans Landesgesundheitsamt gemeldet, davon 13 Fälle seit Anfang März. Zum Vergleich: 2018 gab es in den ersten zehn Wochen des Jahres lediglich zehn Fälle. Betroffen seien aktuell sechs Landkreise. Der Kreis Göppingen gehört nicht dazu: Dort wurde dieses Jahr noch kein Masernfall gemeldet (Stand: 8. März). Die aktuelle Masern-Situation im Land gebe jedoch Anlass zur Sorge, dass sich die Masern auf andere Land- und Stadtkreise ausbreiten, betont das Sozialministerium in einer Mitteilung.

Vor vier Jahren gab es einen Ausbruch im Kreis Göppingen

Seit dem Jahr 2001, in dem die Meldepflicht für Masern eingeführt wurde, bewegt sich die Zahl der Erkrankungen zwischen null und fünf Fällen pro Jahr, teilt das laut Gesundheitsamt Göppingen auf Nachfrage der GZ mit. Eine Ausnahme ist das Jahr 2015, in dem es im Landkreis einen Masern-Ausbruch mit 15 Fällen gab. „Eine größere Anzahl an Erkrankungen konnte nur durch zügiges Eingreifen des Gesundheitsamts verhindert werden“, erläutert eine Sprecherin der Behörde. „Es wurden Schulbesuchsverbote angeordnet, Kontaktpersonen von Erkrankten ermittelt und zahlreiche Impfungen veranlasst.“

Mehr zum Thema Masern lesen Sie am 15. März in der GEISLINGER ZEITUNG und im E-Paper.

Das könnte dich auch interessieren:

Masern und ihre Folgeerkrankungen


Nach einer Infektion mit Masern hat der Körper mindestens sechs Wochen lang eine vorübergehende Immunschwäche. Die Konsequenz ist eine erhöhte Empfänglichkeit für Folgeerkrankungen wie Mittelohrentzündung, Bronchitis oder einer Lungenentzündung. Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die sogenannte akute postinfektiöse Enzephalitis. Dabei handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns. Diese Entzündung kann tödlich verlaufen oder es können bleibende Schäden am Zentralen Nervensystem zurückbleiben. Aber auch noch Jahre nach einer durchgemachten Maserninfektion kann es zu neurologischen Störungen und Todesfällen kommen.