Tradition Martinsritt in Faurndau findet drinnen statt

Die Geschichte von Sankt Martin und dem Teilen wurde in diesem Jahr nicht unter freiem Himmel, sondern in der katholischen Kirche in Faurndau szenisch dargestellt.
Die Geschichte von Sankt Martin und dem Teilen wurde in diesem Jahr nicht unter freiem Himmel, sondern in der katholischen Kirche in Faurndau szenisch dargestellt. © Foto: Benedikt Wiedemann
Benedikt Wiedemann 13.11.2017
Wegen des Regens musste der  Martinsritt in Faurndau nach drinnen verlegt werden. Die Besucher erlebten dennoch eine schöne Veranstaltung.

Der Martinsritt in Faurndau ist eine feste Institution im Veranstaltungskalender vieler Faurndauer. Das Ereignis, bei dem die Geschichte von Sankt Martin erzählt und szenisch dargestellt wird, zog auch dieses Jahr zahlreiche Besucher an. Von überall her strömten Kinder mit ihren Laternen zur katholischen Kirche der Gemeinde „Zur Heiligen Familie“. Allerdings waren deutlich weniger Menschen als 2016 gekommen. Schuld daran war wohl das regnerische Wetter.

Ursprünglich war ein Laternenlauf mit Pferd zur evangelischen Stiftskirche während des Martinsspiels geplant gewesen. Ersatzweise durften die Kinder ihre selbstgebastelten Laternen bei einem Zug durch die Kirchengänge präsentieren, während sie von der Gemeinde gesanglich begleitet wurden. Ob Mond und Sterne, Einhorn, Fuchs oder Kürbis, ob mit Kerze oder elektrischem Licht – die kleinen Bastler zeigten sich einfallsreich und waren sichtlich stolz, als sie ihre Kunstwerke behutsam zwischen den Kirchenreihen transportierten. Es entstand eine ganz besondere Stimmung, als die vielen Lichter den Raum erhellten. Auch die strahlenden Gesichter der Kinder zeigten, welche Faszination diese Tradition ausübt.

Zum Ende hin sprachen alle Kinder gemeinsam die Botschaft aus, die hinter der Geschichte von Sankt Martin steht. „Wir sollen teilen“, erklang es im Chor. Die Resonanz auf die Veranstaltung war in jedem Fall positiv. So erklärt die fünfjährige Valentina: „Die Lieder waren schön. Ein paar davon haben wir schon im Kindergarten geübt.“ Andere waren besonders von den liebevoll gestalteten Kostümen oder der direkten Ansprache durch Pfarrer Sven Jast angetan.

Nach der Darbietung gab es  die traditionellen Martinsbrezeln, bereitgestellt vom Förderverein des Kindergarten Sankt Gallus. Die Spenden gehen an den Krankenpflegeverein Faurndau.