Kunst Malerei von Brigitte Effenberger auf Filseck

Bereits zum dritten Mal stellt Brigitte Effenberger in den Fluren von Schloss Filseck aus.
Bereits zum dritten Mal stellt Brigitte Effenberger in den Fluren von Schloss Filseck aus. © Foto: Margit Haas
Uhingen / Margit Haas 11.05.2018

Es ist bereits das dritte Mal, dass Brigitte Effenberger auf Einladung des Förderkreises Schloss Filseck in den Fluren des Schlosses ihre Arbeiten zeigt. Auch dieses Mal überrascht die Göppinger Künstlerin durch ihre Vielseitigkeit. „Jede Arbeit ist für mich ein neues Abenteuer und eine neue Herausforderung“, sagt sie. Und: „Sie gibt mir das Gefühl, mich ständig weiterzuentwickeln. Denn ich will nicht immer das gleiche malen, möchte nicht stehenbleiben.“

Farben und Flächen – ihnen widmet die Malerin ihr Hauptaugenmerk. Sie sind harmonisch aufeinander abgestimmt. Die Bilder erhalten ihre Wirkung aus ungezählten Farb- und Materialschichten, die aufgetragen werden, gespachtelt sind, geschliffen und gekratzt oder mit einem Schleifwerkzeug bearbeitet. „Verschwundenes“ wird wieder sichtbar, erhält eine besondere Wirkung, schafft überraschende Effekte. Unendlich viel Sorgfalt fließt in diesen Schaffensprozess, dessen Wirkung auf den Betrachter durch eine wohldurchdachte Farbgebung verstärkt wird.

Die „Handschrift“ der Künstlerin ist bei aller Verschiedenheit der teilweise skulpturalen Bilder gut erkennbar. Sie lässt den Betrachter einen Blick auf ihre Persönlichkeit werfen, die – bei aller Ernsthaftigkeit – ihr künstlerisches Schaffen immer auch mit einem humorvollen Augenzwinkern betrachtet. Ruhig sind die Bilder, unaufgeregt und doch kraftvoll, zurückhaltend und doch nicht unauffällig, vielmehr in ihrer Sensibilität fesselnd. Sie malt abstrakt, wenn auch immer wieder Gegenständliches – manchmal auch nur scheinbar. „Abmalen liegt mir nicht.“ Sie spielt in ihren Bildern mit Vergänglichkeit. Insbesondere der Prozess des Zerfalls als Ausdrucksmittel übt derzeit eine große Faszination auf sie aus. „Patina in der Malerei ist eine faszinierende Möglichkeit, um Alterungsspuren in den Gestaltungsprozess mit einzubeziehen“.

Vorwiegend aschige Töne scheinen durch wenige kraftvolle Farbakzente geradezu in Szene gesetzt zu sein. Zwei- oder dreiteilige Zyklen laden ein, unterschiedlich gehängt zu werden und so eine ganz neue Wirkung zu entwickeln. Margit Haas

Info Eröffnet wird die Ausstellung auf Schloss Filseck am Sonntag, 13. Mai, ab 11 Uhr im Leutrum-Saal. Öffnungszeiten: bis 8. Juli täglich von 10 bis 17 Uhr.