Göppingen Mahnende Worte bei B 10-Feier

Göppingen / Ilja Siegemund 10.07.2018
Mehr als 500 Menschen verfolgen die Eröffnung der neuen B10 bei Gingen. Viele Redner fordern einen zügigen Weiterbau bis Geislingen.

Mehr als 20 Jahre hat es gedauert, bis die neue B 10 bei Gingen fertiggestellt wurde. Am meisten zog sich die Planung und Genehmigung hin, der Bau dauerte „nur“ zweieinhalb Jahre. Dieses Ereignis feierten am Dienstag mehrere hundert Menschen auf der neuen Ortsumgehung, die erst im Laufe des Mittwochs für den Verkehr freigegeben wird.

„Das ist ein Feiertag für Gingen“, sagte denn auch Andreas Hollatz, Leiter der Abteilung „Straßenwesen und Verkehr“ des Regierungspräsidiums in Stuttgart, beim offiziellen Beginn des Festes auf dem noch gesperrten Abschnitt der neuen Bundesstraße.

Gingens Bürgermeister Marius Hick, dem die Freude ins Gesicht geschrieben stand, warnte, dass man sich nicht zurücklehnen dürfe: „Wir können erst zufrieden sein, wenn die neue B10 hinter Geislingen angekommen ist.“

Für die Menschen in Gingen bedeute die Freigabe „weniger Lärm, weniger Abgase und weniger Unfälle im Ort“, betonte Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. Schließlich dürfte sich der Verkehr in Gingen um 70 Prozent reduzieren. Dies ist bei derzeit etwa 20.000 bis 30.000 Fahrzeugen pro Tag eine beachtliche Zahl.

Wieso die Freigabe Kuchens Bürgermeister Bernd Rößner beunruhigt und welche Rolle die Lokalpolitiker der Region bei einem Weiterbau der B 10 bis Geislingen spielen, lesen Sie am Mittwoch im E-Paper der GEISLINGER ZEITUNG und der NWZ sowie in den gedruckten Ausgaben unserer Zeitungen.

Fertigstellung mehrmals verzögert

Vor 24 Jahren hat die Planung der neuen Bundesstraße zwischen Göppingen und Gingen begonnen.

Etwa 2,6 Kilometer lang ist Gingens Ortsumfahrung und hat den Bund 28 Millionen Euro gekostet. Der Bau dauerte zweieinhalb Jahre, die Fertigstellung wurde mehrmals verschoben.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel