Freizeit Mädchen steigen in den Sattel

Pia und Hanna reiten freihändig auf ihren Ponys. Vier Begleiterinnen sorgen für sicheres Geleit.
Pia und Hanna reiten freihändig auf ihren Ponys. Vier Begleiterinnen sorgen für sicheres Geleit. © Foto: MARTINA KALLENBERG
Schlat / MARTINA KALLENBERG 24.08.2018
Bei einem Einführungskurs lernen die Kinder Grundregeln im Umgang mit Ponys und gehen dann auf Tuchfühlung mit ihnen.

Im Rahmen des „Sommers der Verführungen“ im Kreis Göppingen fand vor einigen Tagen für sechs- bis achtjährige Teilnehmer ein „Ponyschnuppern“ in Schlat statt. „Auch wenn sich keine Kinder über das Programm angemeldet haben, kommen über den Verteiler einige, die den Vormittag gerne hier verbringen“, erklärt Freja Lamparter. An diesem Mittwoch haben sich sechs Mädchen eingefunden, ausgestattet mit Helmen, und die möchten jetzt zu dem Norweger und den drei Island-Ponys.

Zuerst müssen jedoch die größten Gefahrenquellen geklärt werden – was darf man bei den Lieblingstieren der Mädchen nicht machen? Pia weiß die Antwort: Nicht hintenrum laufen und die Finger schön vor dem weichen Pferdemaul, besser noch vor den Zähnen, in Sicherheit bringen. Dann wird geputzt, die Pferde lassen genüsslich ihre Unterlippe hängen, während von ihren Flanken mit Eifer der Staub abgebürstet wird.

Freja Lamparter arbeitet als Krankenschwester und gibt gerne in den Ferien Einführungskurse – sachkundig werden die Kinder mit den Tieren vertraut gemacht. Als fleißige Helfer sind drei ältere Mädchen dabei und zeigen den jungen Reiterinnen, wie ein Huf ordnungsgemäß ausgekratzt wird. Sind alle Tiere gesattelt, geht es auf den Platz und auf das Pferd. Da wird gezeigt, wie man richtig führt und was man auf einem Pferderücken üben kann. Allein schon die Höhe erfordert Mut, und dann noch loslassen und die Hände in den Himmel strecken?

Das haben alle mit Bravour geschafft, denn Cerral, Biarki und ihr Kollege lassen sich nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn  Hanna, Lara und Leonie sich auf ihren Rücken knien, stehen oder eine Nase voll Mähnengeruch nehmen. „Pferde sind meine Lieblingstiere, mit denen mach ich alles gerne“, meint Nele. Selbst an der Longe im Trab Bälle fangen klappt – meistens jedenfalls.

Während auf einem Pferd geturnt wird, dürfen sich die anderen Kinder und Pferde stärken, denn gleich geht es raus zum Spaziergang. „Manche Kinder sind wegen der Pferde und manche nur um zu reiten da, das merkt man schnell“, meint Lamparter. Doch alle fühlen sich in der liebevollen, entspannten Atmosphäre mit den Ponys wohl und wer weiß, in ein paar Jahren sind sie vielleicht selbst schon Helfer und zeigen jüngeren Kindern, wie man mit den Tieren umgeht.

Info Weitere Informationen auf
https://www.sommer-der-verfuehrungen.de/programmheft-2018/

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