Gesundheit Luft im Kreis Göppingen bald auf dem Prüfstand

Kreis Göppingen / SWP 09.11.2018

Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) überwacht ab Januar 2019 an 40 zusätzlichen Standorten im Land die Konzentrationen des gesundheitsgefährdenden Luftschadstoffs Stickstoffdioxid (NO2). Im Kreis Göppingen gibt es neue Messstellen in Geislingen (Stuttgarter Straße), Göppingen (Lorcher Straße) und Süßen (Heidenheimer Straße).

Immer mehr Kommunen und Bürger hätten sich in den vergangenen Monaten mit der Bitte an die LUBW gewandt, an ihren Wohnorten die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid zu überprüfen, erklärt Eva Bell, Präsidentin der LUBW, in einer Pressemitteilung. Diesen Anfragen trage die baden-württembergische Landesregierung nun mit dem Sondermessprogramm Rechnung. „Die zusätzlichen Messungen der LUBW helfen uns, die Schadstoffbelastung an vielbefahrenen, innerörtlichen Straßen in Baden-Württemberg noch detaillierter zu dokumentieren“, sagt Uwe Lahl, Amtschef im Landesverkehrsministerium, das die Sondermessungen der LUBW finanziert.

Zunächst drei Monate Messung

Hauptemittent für Stickstoff­dioxid ist der Straßenverkehr. Derzeit misst die LUBW die Konzentration des Luftschadstoffs an 68 Messorten im Land, 40 davon sind straßennah. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Rechtssicherheit der Messungen habe man bisher noch nicht alle verkehrsnahen Belastungspunkte untersuchen können, die gemeldet wurden, so Bell. Deshalb werde an den neu zu untersuchenden Standorten zunächst drei Monate lang gemessen.

„Das erlaubt uns, sehr schnell eine Vielzahl an Straßenabschnitten zu untersuchen“, erläutert Eva Bell. So könnten neben den ­gemeldeten Straßenabschnitten auch Messpunkte aus anderen Messaktionen überprüft werden, wie beispielsweise der des SWR und der deutschen Umwelthilfe (DUH).

Erste Ergebnisse ab Frühsommer

Auswahlkriterien für die Straßenabschnitte waren laut Mitteilung eine hohe Verkehrsbelastung, das Vorhandensein von Wohnbebauung und eine geringe Windgeschwindigkeit. Erste Ergebnisse der Sondermessungen sollen im Frühsommer 2019 vorliegen. Messpunkte, an denen eine Überschreitung des Jahresgrenzwertes von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft möglich erscheint, sollen dann das ganze Jahr betrieben werden.

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