Aktion Licht ins Dunkel der Fledermauspopulation bringen

Zum Beispiel fanden die Mitglieder den „Großen Abendsegler“.
Zum Beispiel fanden die Mitglieder den „Großen Abendsegler“. © Foto: Privat
Rechberghausen / swp 06.11.2018

Die Gemeinde ist die zweite in Baden-Württemberg, die an der 2017 ins Leben gerufenen Aktion „Der weiße Fleck“ teilgenommen hat.

In den Nächten vom 13. bis 15. Juli diesen Jahres waren aktive Mitglieder der AG Fledermaus und der Nabu-Gruppe „Östlicher Schurwald“ mit Fledermausdetektoren im Gelände in und um Rechberghausen unterwegs, um Licht ins Dunkel der regionalen Fledermauspopulation zu bringen, berichtet der Verein jetzt in einer Mitteilung.

Von den 20 Fledermausarten, die in Baden-Württemberg heimisch sind, wurden elf Arten in und um Rechberghausen von den Mitgliedern ausfindig gemacht.

„Wir waren in Zweierteams in den beiden Julinächten an insgesamt zwölf Standorten mit unseren Fledermausdetektoren von etwa 21 Uhr bis 23.30 Uhr unterwegs“, berichtet Nabu-Mitglied Silke Knoll. „Außerdem haben wir pro Nacht je zwei stationäre Fledermaus-Aufnahmegeräte an verschiedenen Orten angebracht.“

Die stationären Detektoren haben die gesamte Nacht aufgezeichnet. Ein besonderer Fund ist an der Klinge im Wald zwischen Wangen und Rechberghausen gelungen: „Dort haben wir die Wimpernfledermaus und die auch eher seltene Fransenfledermaus entdeckt.“ Die Klinge sei mit sieben detektierten Fledermausarten das artenreichste Aufnahmegebiet gewesen.

In allen untersuchten Gebieten fanden sich Zwergfledermäuse. Außerdem wurden Abendsegler, Bartfledermäuse, Breitflügelfledermäuse, Rauhautfledermäuse, Wasserfledermäuse, Mausohren und Langohren festgestellt. „Somit war unser Fledermauswochenende nicht nur durch die neuen Bekanntschaften ein voller Erfolg“, resümiert Silke Knoll im Namen des Nabus.

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