Auendorf Leck in Auendorf ist jetzt gefunden

Über drei Meter tief muss der Bagger graben, bis die defekte Hauptwasserleitung freigelegt ist.
Über drei Meter tief muss der Bagger graben, bis die defekte Hauptwasserleitung freigelegt ist. © Foto: Thomas Hehn
Auendorf / THOMAS HEHN 16.07.2015
Das Leck in Auendorf ist gefunden: Der Ort saß wegen eines drei Meter langen Risses in der Hauptwasserleitung eine halbe Nacht lang auf dem Trockenen.

Der Grund, warum ganz Auendorf von Freitag auf Samstag die halbe Nacht ohne Wasser war, ist gefunden. Wassermeister Michael Eitel hatte von Anfang an einen massiven Rohrbruch in einer der beiden Hauptleitungen vermutet. Am Dienstagvormittag konnte er das Leck orten.

Bis gestern Nachmittag gegen 15 Uhr hatte die Firma Moll aus Gruibingen die defekte Trinkwasserleitung auf einer Wiese am Ortseingang von Auendorf freigelegt. Da die Leitung hier gut drei Meter tief im Boden liegt, eine echte Herausforderung für Kapo Oliver Scheiber und seinen Bautrupp. "Das war kein Rohrleitungsgraben mehr, sondern schon eine richtige Baugrube," betont Wassermeister Eitel.

Als der Bagger nach rund sechs Stunden am Ziel angekommen war, herrschte großes Rätselraten: Das Mitte der 70er Jahre verlegte PVC-Rohr hatte einen drei Meter langen Riss. Wie das nach so langer Zeit (und auch noch in der Tiefe) möglich war, kann der Wassermeister nur vermuten: "Vielleicht war die anhaltende Trockenheit schuld daran. Da kann es zu Setzungen kommen", vermutet Eitel.

Weil man PVC-Rohre heute nicht mehr als Leitungsrohre im Tiefbau verwendet, wird das kaputte Teilstück nun mit durch Gussrohr ersetzt. Da das Material aber vermutlich erst am kommenden Montag geliefert werden kann, wird es wohl Donnerstag werden, bis man die Leitung wieder in Betrieb nehmen kann.

Die Wasserversorgung der Auendorfer ist trotzdem gesichert. Der Ort wird noch über eine zweite Hauptleitung vom Hochbehälter "Unterm Hag" mit Trinkwasser versorgt. Auch der finanzielle Schaden durch den Rohrbruch hält sich in Grenzen. Weil Auendorf seinen Wasserbedarf über eigene Quellen deckt, deren Wasser auch noch im Freispiegelgefälle in den Hochbehälter läuft, fallen unterm Strich somit nur die Reparaturkosten für die Leitung an.

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