„Die Verwaltung ist bestrebt, das Freibad mit Beginn der Sommerferien zu öffnen, sofern bis 20. Juli das dafür notwendige Personal zu finden ist“, so lautet das Fazit des fünf Punkte umfassenden Beschlusses, für das sich der Gemeinderat von Lauterstein einstimmig ausgesprochen hat. Ein Konzept für den Badebetrieb arbeitet die Verwaltung aus. Unabhängig von der Öffnung wird in jedem Fall im hinteren Bereich des Bades ein Ausgang dauerhaft installiert.

Zu Beginn der zweieinhalbstündigen Sondersitzung in der Gemeindehalle Nenningen hatte Bürgermeister Michael Lenz ausführlich dargestellt, welcher Aufwand nach der Corona-Verordnung zu betreiben ist, um das Bad im Josefstal öffnen zu können. „Das was unser Familienbad ausgezeichnet hat, von diesem Badebetrieb müssen wir Abstand nehmen“, hatte er deutlich gemacht. Lediglich zweihundert Personen dürfen sich nach der Corona-Verordnung für Sportstätten im Bad aufhalten, davon zwanzig Personen im Schwimmbecken. Im neu gebauten Kinderbecken sind nur acht Personen vertretbar. „Das erfordert ein gutes Beckenmanagement“, stellte Lenz fest. Dafür sei Personal erforderlich, zumal das Schwimmbecken ein Mischbecken für Schwimmer und Nichtschwimmer darstellt.

Vergebliche Suche nach Hilfspersonal

Bereits vor Ausbruch des neuen Coronavirus war die Stadt bemüht, eine Fachkraft für Bäderbetriebe zu finden, erklärte der Bürgermeister. Nachdem keine Bewerbung einging, wurde nach Hilfspersonal als Aufsicht gesucht. Ebenfalls vergeblich. „Das Bad zu öffnen muss personell leistbar, finanziell vertretbar und sinnvoll sein“, fasste Lenz zusammen. Die Räte waren sich über den Wunsch, das Bad zu öffnen, einig. Schon deshalb, weil für viele Familien ein Sommer in Corona-Zeiten ein anderer sein wird. Allerdings mahnte Konrad Rühle, „die Finanzen der Stadt müssen wir im Blick behalten“. Elvira Galli schlug vor, morgens für Schwimmer und nachmittags für Familien zu öffnen. Auf weitere Corona-Lockerungen bis August, die den Badebetrieb erleichtern könnten, hofft Jürgen Storz. Und Wolfgang Pfeffer hofft auf freiwillige Helfer aus der Bevölkerung.
Den Online-Ticket-Verkauf sieht Anke Mädel als eine Einrichtung für die Zukunft. Etwa zwei Handvoll Zuhörer waren in die Gemeindehalle gekommen, die sich ebenfalls rege zu Wort meldeten. Die Weichen für einen Badebetrieb in Weißenstein sind nun gestellt. Ob es soweit kommt, hängt nun maßgeblich davon ab, ob der Personalbedarf gedeckt werden kann.