Statistik Tourismus: Landkreis auf Wachstumskurs

Der Landkreis Göppingen – im Bild der Geislinger Ödenturm – wird als Ziel für Touristen immer attraktiver.
Der Landkreis Göppingen – im Bild der Geislinger Ödenturm – wird als Ziel für Touristen immer attraktiver. © Foto: Markus Sontheimer
Kreis Göppingen / Jochen Weis 09.01.2018
Immer mehr Touristen besuchen den Landkreis. Zudem steigt die Zahl der Übernachtungen. Gute Vorzeichen vor der CMT.

Das Land der Staufer und Helfensteiner als Paradies für Wanderer und Radfahrer: Diese Trumpfkarte wird der Landkreis Göppingen mit seinen Tourismus-Verbänden bei der am Samstag beginnenden Urlaubsmesse CMT in Stuttgart einmal mehr ausspielen. „Alles ist auf die Löwenpfade ausgerichtet“, hat Holger Bäuerle, Tourismusmanager des Landkreises, angekündigt. Außer den neuen Rundwanderwegen sollen ebenso der Fernwanderweg Albtraufgänger der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf (ESA) und die zehn Radrouten im und durch den Kreis Urlauber neugierig machen auf die Region zwischen Ebersbach und Böhmenkirch.

Dass Potenzial da ist, zeigt die Entwicklung der Besucher- und Übernachtungszahlen. Da sind sowohl das Land als auch der hiesige Landkreis anhaltend im Aufwind. Für die Zeit von Januar bis September 2016 – und damit in der Hauptreisezeit – zählte das Statistische Landesamt für Baden-Württemberg 16,6 Millionen Ankünfte sowie 41,1 Millionen Übernachtungen in den Beherbergungsbetrieben mit zehn und mehr Betten oder Stellplätzen, was einem Plus von 3,3 beziehungsweise 1,7 Prozent entspricht.

Außerdem konstatiert die Behörde, dass das „nördliche Baden‑Württemberg und die Region Stuttgart, die eher städtisch geprägt sind, mit jeweils drei Prozent sowie die Schwäbische Alb mit 2,8 Prozent in den ersten drei Quartalen 2017 bei den Übernachtungen einen über dem Landesergebnis liegenden Anstieg“ erreichen. Zum Vergleich: Der Schwarzwald als die Urlaubsregion des Landes kam im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur auf ein Plus von 0,5 Prozent. Wobei natürlich der Ausgangswert ein ganz anderer ist; der Schwarzwald hält laut Landesamt einen Gesamt-Übernachtungsanteil von 41 Prozent.

Nichtsdestotrotz ist der Kreis Göppingen gemessen am prozentualen Anstieg der große Gewinner im Regierungsbezirk Stuttgart. Zum einen vermerken die Statistiker bei der Zahl der Ankünfte von Januar bis September des Vorjahres 178 000 Besucher, was einem Plus von 6,9 Prozent entspricht. Besser in der Entwicklung sind da nur der Nachbarkreis Heidenheim mit knapp 103 000 Besuchern, was einen Anstieg um 14,4 Prozent bedeutet, sowie der Main-Tauber-Kreis mit knapp 259 000 Besuchern (plus 8,6 Prozent). Zum anderen kam der Stauferkreis bei der Zahl der Übernachtungen im selben Zeitraum auf 456 000 – das bedeutet plus sechs Prozent. In dieser ­Kategorie lässt er die Konkurrenz hinter sich, nur der Kreis Heidenheim kommt auf einen vergleichbar hohen Zuwachs. Knapp 185 000 Übernachtungen waren es dort bis zum Ende des Spät­sommers; macht plus fünf Prozent.

Im Landesranking liegt der Kreis Göppingen bei der prozentuellen Zunahme der Übernachtungszahlen an sechster Stelle. Die Nase vorn hat der Landkreis Tuttlingen (knapp 226.000 Übernachtungen/plus 15,3 Prozent) – was ebenfalls für die steigende Attraktivität der Schwäbischen Alb für den Tourismus spricht.

Schlusslicht wiederum ist ausgerechnet eine Region im Ferienparadies Schwarzwald: der Landkreis Freudenstadt. Die Zahl von 1,32 Millionen Übernachtungen ist zwar nach wie vor riesig, allerdings bedeutet das zugleich einen Rückgang um 3,2 Prozent. Selbst der Kreis Breisgau-Hochschwarzwald als Landes-Primus mit 3,86 Millionen Übernachtungen bis September 2017 musste bei der Zahl der Übernachtungen um 1,1 Prozent zurückstecken. Unter den 44 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs findet er sich damit auf dem sechstletzten Platz wieder.

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