Konzert Lässig und entspannt im Adler

Alex Schultz (l.) und Paul Lawall im Adler.
Alex Schultz (l.) und Paul Lawall im Adler. © Foto: Stefan Renner
Eislingen / Stefan Renner 05.12.2017

Ein entspannt groovendes Konzert, das vielen Zuhörern ein verzücktes Lächeln ins Gesicht zauberte, spielten die „Dukes of Rhythm“ von Paul Lawall im Musik-Pub D’Onofrio in Eislingen Zur „Großbesetzung“ der Band gehören Michael Walter am Bass, Michael Aures an den Drums, Volker Kunschner an den Tasten und der US-Gitarrist Alex Schultz, der schon mit Bonnie Raitt und J.J. Cale gespielt hat, sowie Sänger und Gitarrist Paul Lawall. Im Zentrum standen Lawall-Kompositionen, die sich in einem  Rahmen bewegen, der gekonnt und in bleibenden Melodien  Rootsmusik aufgreift: Blues, Soul, Folk, Rock, Country und ein wenig Pop wurden in leichter Laidback-Haltung zu Gehör gebracht.

Das Konzert begann mit dem Instrumental „Black Friday Blues“ – einem Stück, das die Richtung für den Abend vorgab und aufzeigte, wie sensibel die beiden Gitarristen Schultz und Lawall auf die Stücke und ihre Soli in Frage-und-Antwort-Momenten einzugehen wussten. Begleitet und getragen wurden die Melodien der Songs und die fein verflochtene Gitarrenarbeit von warmen Hammondsounds und einer kompakt aufspielenden, stets groovenden Rhythmusgruppe, die anschob, anzog und feindynamisch Akzente setzte.

Das Spektrum der Songs reichte von anrührenden Balladen über swingende Midtemponummern bis hin zu griffigen Bluesrocksongs. Soundtechnisch traf der spröd-elegante Telesound von Schultz auf den perlenden Stratsound von Lawall. Höhepunkte dieses feinsinnigen Interagierens waren sicherlich die weitgespannten Soloteile von „Just Do It“ und „Trouble You Can‘t Fool Me“ – einem Stück von Keb’ Mo‘.

Gegen Ende dieser spannungsvollen Zwiesprachen wurden auf eindrückliche Weise parallel gespielte Soli entwickelt. So lässig, so entspannt, so groovy spielen nur wenige Bands – irgendwie wie J.J. Cale, ohne nach J.J. Cale klingen zu wollen – das ist schon besonders! Diese reife Position ist auch auf CD zu haben; das Album erhielt positive Kritiken unter anderem in der Zeitschrift Bluesnews. Stefan Renner

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