Kuchen Lärmschutz: Kriterien für Geld stehen fest

30 000 Euro sind im diesjährigen Haushalt eingestellt, damit Anwohner entlang der B 10 Lärmschutzfenster in ihre Häuser einbauen können.
30 000 Euro sind im diesjährigen Haushalt eingestellt, damit Anwohner entlang der B 10 Lärmschutzfenster in ihre Häuser einbauen können. © Foto: Markus Sontheimer
Kuchen / Ilja Siegemund 04.04.2018
Kuchens Gemeinderäte beschließen ein Förderprogramm für Lärmschutzfenster an der B 10. Doch es gibt Einschränkungen.

Wer an der B 10 in Kuchen wohnt und sich vor dem Verkehrslärm schützen will, kann auf Geld von der Gemeinde hoffen. Die Gemeinderäte legten jüngst die Summe fest, mit der die Kommune den Einbau von Lärmschutzfenstern bezuschusst.

Je Quadratmeter Fensterfläche erhalten Anwohner 150 Euro. Das gilt aber nur, wenn seit 1. Januar 1998 keine neuen Fenster montiert wurden. Demnach kommen für das kommunale Förderprogramm etwa 60 Gebäude infrage, informierte Bauamtsleiter Heiko Potschkay die Gemeinderäte. Ein im Rathaus ausliegender Plan zeigt, für welche Gebäude es einen Zuschuss gibt.

Im diesjährigen Haushalt sind für die Fördermaßnahme 30 000 Euro eingestellt. „Dieses Geld reicht aber nicht aus, wenn alle Hausbesitzer einen Antrag stellen“, räumte Bürgermeister Bernd Rößner ein. Trotzdem werde niemand leer ausgehen, versprach er. Wenn die 30 000 Euro ausgeschöpft sind, gebe es weitere Zuschüsse, die über den Haushalt 2019 nachfinanziert werden.

Wie berichtet, hatte die Gemeindeverwaltung das kommunale Förderprogramm aufgelegt, nachdem das Regierungspräsidium (RP) zwar ebenfalls ein Förderprogramm anbietet – allerdings mit einem Haken: Dabei können nur Anwohner, die vor dem 1. April 1974 Fenster eingebaut haben, auf einen Zuschuss hoffen. Wer seine Fenster also in der Zwischenzeit auf eigene Kosten erneuern ließ, erhält vom Regierungspräsidium Stuttgart keine Fördermittel, dafür aber von der Gemeinde.