Uhingen Lachprogramm zum Mitweinen

Stefan Mross (l.) und Hansy Vogt brachten im Uditorium als Opa Mross und Frau Wäber eine harmonische Show auf die Bühne.
Stefan Mross (l.) und Hansy Vogt brachten im Uditorium als Opa Mross und Frau Wäber eine harmonische Show auf die Bühne. © Foto: Günter Hofer
Uhingen / GÜNTER HOFER 16.11.2015
Lachen stand auf dem Programm und die Medizin dafür waren Stefan Mross und Hansy Vogt. Die "Apotheke", in der die Medizin verteilt wurde, war das Uditorium in Uhingen am Samstagabend.

Kaum standen Stefan Mross und Hansy Vogt auf der Bühne des Uditoriums - es war noch kein einziger Wortfetzen gefallen - war bei gut 450 Besuchern Lachen angesagt. Allein das Aussehen der buckligen, auf einer Mischung aus O- und X-Beinen daher kommenden Schwarzwälderin Frau Wäber sorgte für Lacher. Gleich auch bei dem Urbayer, der selbst bei größter Anstrengung hochdeutsch zu sprechen, seine bayerische Herkunft nicht verleugnen kann.

Jeder für sich ist gut und ein Unikum. Beide zusammen aber auf der Bühne sind eine Rarität in der Unterhaltungsszene. Sie harmonieren und passen zusammen und leben in großen Teilen bei ihrem Auftritt von der Improvisation. Sie schmeißen sich den Ball so geschickt zu, dass selbst wenn einer mal eine Textpassage vergessen hat, das Publikum es garantiert mitbekommt und genau aus diesem Effekt der nächste große Lacher geboren wird. So kommt es dann auch, dass nicht nur das Publikum vor lauter Lachen zum Weinen gebracht wird. Sowohl bei Stefan Mross als auch bei Hansy Vogt öffnete sich das eine oder andere Mal die Tränendrüse.

Abgesehen von den Auftritten während der "Immer wieder sonntags"-Saison in Rust gab es ein solches Gastspiel von Opa Mross und Frau Wäber bisher noch nicht. Es war für die Künstler die Premiere ihres zweistündigen Lachprogramms. Im ersten Teil war es das klassische Zusammenspiel vom alten, zittrigen Opa Mross und der formbetonten, kurvenreichen und sprachgewandten Frau Wäber mit ihrer markanten weiblichen Stimme. Allein schon diese über die lange Dauer des Auftritts zu behalten, ist sicherlich eine Kunst. Aus örtlichen Gegebenheiten machte Frau Wäber geschickte Wortspielereien und originelle Witze. So ging sie zum Beispiel, weil Uhingen zu teuer fürs Einkaufen ist, nach Sparwiesen. Über die vielleicht bevorstehende Hochzeit von Helene Fischer und Florian Silbereisen wurde gealbert und der neue Familienname "Silberfischer" entstand und wenn danach mal Helene Fischer erschlagen wird, dann sicher von einem "Silbereisen".

Nach einer Pause blieb Frau Wäber ihrer Rolle treu. Aus Opa Mross wurde für kurze Zeit "Doktor Mross aus der Schwarzwaldklinik von Hinterlaken" oder "der Bulle Mross aus Rust". Zum Finale zeigten sich beide Künstler wie sie wirklich sind. Beide demonstrierten ihr Können als Sänger und im Duett mit dem Hit "Ein Stern, der deinen Namen trägt" und mit den 450 Uhinger Besuchern als Backround-Chor ging es ab von der Bühne.