Überraschung Kuh bringt Drillinge zur Welt

Rechberghausen / Mona Abdel Aal 10.08.2018
Auf dem Dornunghof in Rechberghausen war die Überraschung groß, als eine Kuh Drillinge zur Welt brachte. Denn Mehrlingsgeburten bei Kühen sind äußerst selten.

Eine schöne Überraschung erlebten Marianne und Jürgen Waibel am vergangenen Sonntagmorgen. Die Inhaber des Dornunghofs in Rechberghausen wurden mitten in der Nacht durch das laute Gejammer einer ihrer Kühe geweckt. Als Marianne Waibel, die Mutter des Inhabers Jürgen Waibel, in den Stall kam, fand sie dort nicht nur die in den Wehen liegende Kuh vor. Auch zwei frisch geborene Kälber, die die trächtige Kuh Asrina bereits bekommen hatte, lagen im Heu – und die Geburt war noch nicht vorüber.

Marianne Waibel war zwar bekannt gewesen, dass die Kuh trächtig war, aber dass eine seltene Drillingsgeburt bevorstand, war ihr neu. „Ansehen konnte man es der Kuh nicht“, sagt Marianne Waibel. „Sie war auch nicht runder als andere trächtige Kühe.“ Neun Monate tragen Kühe ihre Kälber in der Regel aus, erklärt die erfahrene Landwirtin. Bei einer Mehrlingsgeburt ist es aber normal, dass die Kälber früher zur Welt kommen. „Länger kann die Kuh diesen Zustand einfach nicht aushalten.“ Und so kamen die drei Kälber zwei Wochen vor dem errechneten Termin zur Welt.

Die Geburten der zwei Erstgeborenen verliefen reibungslos, allerdings benötigte das dritte Kalb noch etwas Geburtshilfe von Jürgen Waibel. Der Landwirt brachte das Kalb zunächst im Mutterleib in die richtige Position und dann auf die Welt. Ohne seine Hilfe hätte es das Kalb vielleicht nicht geschafft, wissen die Landwirte.

Als die Kälber – Anne, Klein Böschen und Anni – gesund geboren waren, wurden sie sofort nicht nur von ihrer Mutter, sondern von sämtlichen Tieren auf dem Hof, wie den anderen Kühen und Hund Tonni, abgeleckt. Dabei interessiere es die anderen Tiere nicht, ob es sich um das eigene oder das Kind eines anderen Lebewesens handelt. „Das ist für die halt Familie“, sagt die zwölfjährige Emily. Die Tochter des Inhabers und deren neunjährige Schwester Carina schenken den Kälbern viel Aufmerksamkeit. Alle drei Jungtiere liegen, von den Kindern mit Blumen geschmückt, eng nebeneinander auf einem Haufen Heu. Hund Tonni zieht ständig seine Kreise um sie und stellt sicher, dass ihnen nichts passiert.

Drillinge sind eine Seltenheit

Die Geburt der drei gesunden weiblichen Kälbchen ist nicht nur eine absolute Besonderheit, weil es selten Drillingsgeburten bei Kühen gibt, sondern auch, weil es die erste Geburt von Asrina war. Und obwohl Marianne Waibel seit 50 Jahren auf dem Dornunghof arbeitet, war das auch für sie die erste Drillingsgeburt. „Das habe ich noch nie erlebt, das ist einfach einzigartig“, sagt die Landwirtin.

Die Namen der Drillinge suchten Emily und ihre Schwester Carina aus. Klein Böschen verdankt ihren Namen ihrer Angewohnheit, beim Laufen gerne abhauen zu wollen, erklären die Schwestern. Dreimal am Tag werden die Drillinge nun gefüttert und ständig von Hund Tonni beschützt.

So besonders die Drillings-Geburt für die Landwirte des Dornunghofes war, ausschließlich um Anne, Klein Böschen und Anni kümmern konnten sich Jürgen Waibel und seine Mutter Marianne Waibel in der Geburtsnacht nicht. Denn ein paar Boxen weiter kündigte sich bereits die nächste Geburt an. „Das Kalb ist ebenfalls gesund auf die Welt gekommen“, freut sich Familie Waibel. Der Dornunghof will alle vier Kälber behalten und sie nicht von ihren Müttern trennen. Die Drillinge sollen als Milchkühe auf dem Hof zusammen groß werden.

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