Am Morgen gehen die Blicke noch bange zum Himmel: Hält das Wetter? Oder richtet es sich doch mal ausnahmsweise nach dem Wetterbericht, der für Samstag Schauer prognostiziert hat? Um 13 Uhr ist es dann Gewissheit: es hält. Bei strahlendem Sonnenschein startet am Samstag das Kuchener Kinderfest mit einem Umzug, bei dem viele ortsansässige Vereine teilnehmen. Der Festumzug verläuft von der Gottfried-von-Spitzenberg-Schule zur katholischen Kirche und zum Abschluss zur Ankenhalle, wo die Besucher dann bei einem kleinen Hock gemütlich beisammensitzen können.

Davor gibt es aber noch Programm – eines, das es in sich hat: Nach der Ansprache von Bürgermeister Bernd Rößner  finden in der Ankenhalle Vorführungen der Kindergarten- und Schulkinder statt. Das Motto: Zirkus. Die Gruppen haben unterschiedlichste Aufführungen einstudiert. Der Vorschlag dazu kam in einer Sitzung des Elternbeirats in die engere Auswahl und machte schließlich das Rennen.

Schulleiter Rainer Hagmeyer recherchierte, welche Möglichkeiten es gibt, das Thema umzusetzen – und blieb letztendlich beim Zirkus „Teckolino“ aus Kirchheim hängen. In Zusammenarbeit mit dem Team des Kinderzirkus’ „Teckolino“ durften die Kinder bei einem Schnuppertag in die unterschiedlichen Bereiche der Zirkusartisten hineinschnuppern und sich für einen davon entscheiden. Im Anschluss daran stand eine ganze Woche lang intensives Proben auf dem Programm, um fit für den großen Auftritt beim Kinderfest zu sein.

Das Ergebnis kann sich mehr als nur sehen lassen: „Komm’se, staun’se“, heißt es nun. Die kleinen Artisten liefern eine gut einstudierte Show ab. „Es ist toll, dass die Kinder nicht in ihren üblichen Klassengruppen waren, sondern alle vier Grundschulklassen gemischt auftraten“, sagt Caterina Bühler, die Vorsitzende des Elternbeirats der Gottfried-von-Spitzenberg-Schule.

Den Auftakt machen – ganz klassisch – ein paar Clowns, die das Publikum zum Lachen bringen, gefolgt von den Bodenakrobaten. Die wirbeln mit Seilen oder Bällen und zeigen Turnübungen. Besonders die Show mit den Trapezwürfeln und die Seilakrobaten bringen das Publikum zum Staunen, weil diese Kunststücke den Kindern einiges an Kraft und Geschick abverlangen. Zum Abschluss kommen die Trampolinspringer an die Reihe, Zirkusherz, was willst du mehr. Hagmeyer lobt im Anschluss die „hervorragenden Leistungen“ der jungen Artisten und bedankt sich bei allen Mitwirkenden für die Unterstützung.

Während in der Ankenhalle von viertel drei bis abends um sechs Vorführungen stattfinden, gibt es für die kleineren Gäste draußen ein buntes Programm. Beim Jugendtreff beispielsweise können die Kinder mit dem Diabolo üben, einem Jonglage-Gerät, bei dem man mit einem an zwei Handstöcken befestigen Seil einen Doppelkegel rotieren lässt. Außerdem gibt es dort noch eine Kistenrutsche. Wem das noch nicht reicht, um sich auszupowern, kann weiter zur Hüpfburg oder zum Kinderkarussell, während die Eltern die Sache inzwischen gemütlich angehen lassen und beim Plausch zusammensitzen. Dass sich das Wetter inzwischen wieder etwas eigenwillig zeigt und den Kinderfestbesuchern kühle Luft um die Ohren bläst, kann deren gute Laune nicht mehr trüben.