Kuchen Kuchens Investitionsplanung mit etlichen Fragezeichen

Die schadhafte Tartanbahn des Ankenstadions ist einer der Fragezeichen-Posten in der "Agenda 2018".
Die schadhafte Tartanbahn des Ankenstadions ist einer der Fragezeichen-Posten in der "Agenda 2018". © Foto: Markus Sontheimer
Kuchen / HARTMUT ALEXY 12.11.2014
Auf Kuchens "Agenda 2018" stehen noch viele Fragezeichen. Wenn die Gemeinde sich an der Sanierung des Geislinger Michelberg-Gymnasiums beteiligen muss, wird das Geld für das Ankenstadion fehlen.

Einige Vorhaben der Kuchener "Agenda 2018", die Bürgermeister Bernd Rößner im Gemeinderat vorstellte, hat die Gemeinde bereits in Angriff genommen - den Bau des Landschaftsparks Fils, die Reform des Bestattungswesens, das Neubaugebiet Kantstraße. Da soll das kommende Jahr konkrete Ergebnisse bringen.

Mit einigen Fragezeichen ist in der "mittelfristigen Finanzplanung" dagegen das Kuchener Ankenstadion versehen. Die Tartanbahn sollte saniert werden - allerdings sei sie in der Vergangenheit kaum genutzt worden, meinte der Bürgermeister, vielleicht sollte man stattdessen die 100-Meter-Bahn verbessern. Ein weiteres Projekt sei der Bau eines Kunstrasenplatzes. Die Fußballer hätten den B-Platz wegen des regnerischen Wetters in den vergangenen Jahren kaum benutzen können. Vielleicht müsse die Gemeinde das ganze Geld, das sie fürs Ankenstadion vorgesehen hatte, aber auch für die Sanierung des Michelberg-Gymnasiums in Geislingen ausgeben. Und für den Neubau der Klinik am Eichert in Göppingen und eine höhere Kreisumlage. "Das ist das Damokles-Schwert, das über Kuchen schwebt."

Kein Problem sieht Rößner bei den Vorhaben, die bereits angelaufen sind. Der Friedhof wird für Baumgräber hergerichtet (erste Bestattungen sollen schon im Dezember möglich sein) und bekommt Gemeinschaftsgräberfelder für Erd- und Urnenbeisetzungen. Allerdings müssten die Bestattungsgebühren in absehbarer Zeit erhöht werden. Mit den derzeitigen Gebührensätzen würden die Kosten nur noch zu 20 Prozent gedeckt, gefordert sei eine Quote von mindestens 50 Prozent. "Auf volle Kostendeckung werden wir aber nicht gehen", versprach der Bürgermeister.

Ebenfalls bereits begonnen hat die Neugestaltung des SBI-Parks im Rahmen des Projekts "Landschaftspark Fils" des Verbandes Region Stuttgart. Das Häuschen in seinem Zentrum, von dem niemand weiß, wofür es einst gebaut wurde, ist mittlerweile saniert. Nun muss der Zugang noch barrierefrei gemacht werden, dann kann es im kommenden Frühjahr als Informationsstätte für die Geschichte der Süddeutschen Baumwollindustrie (SBI) und ihres Fabrikantenparks eröffnet werden - aber auch als Raum für Trauungen genutzt werden.

Das Neubaugebiet Kantstraße wird nach den Worten Rößners demnächst spruchreif und kann dann 2015 realisiert werden. Es soll 15 bis 25 Bauplätze bieten, je nachdem, ob nur Ein- oder auch Mehrfamilienhäuser erstellt werden dürfen. Die Entscheidung liegt beim Gemeinderat. Darüber hinaus wird die Freiwillige Feuerwehr 2015 Ersatz für ihren annähernd 40 Jahre alten VW-Bus bekommen, der Eingang der Ankenhalle erhält einen Windfang und das Freibad erhält bis Mai einen Beachvolleyball-Platz.

Daneben geht die Sanierung der Ortsstraßen und der Stege über die Fils weiter. Bei den Straßensanierungen habe sich Kuchen in jüngster Zeit jedenfalls etwas übernommen. Die Arbeiten in der Richard-Wagner-Straße und an der Lärmschutzwand entlang der B 10 hätten länger gedauert, weil die Kolonnen der Bauunternehmer alle ausgebucht gewesen seien.