Gewerbe Kuchener Gewerbeschau lockt Besucher an

Kuchen / GÜNTER HOFER 19.05.2014
Handel, Gewerbe und Dienstleister unter freiem Himmel: Das gab es am Sonntag bei der zweiten Auflage der Kuchener Gewerbeschau. Die Aussteller und Besucher waren voll zufrieden, alle kamen auf ihre Kosten.

Gleich zur Eröffnung der zweiten Gewerbeschau in Kuchen - im Jahr 2012 war Premiere mit knapp 30 Unternehmen, so viele wie auch diesmal - gab es eine Neuerung. Außerplanmäßig trieb der Gewerbevereinsvorsitzende Dieter Würthner bei seiner Anstichpremiere mit einem Schlag den Zapfhahn ins Fass, Kuchens Bürgermeister Bernd Rößner war derweil und entgegen sonstiger Gewohnheiten der erste Freibierkoster und auch der redegewandte Gewerbeschaueröffner. Er lobte die Kuchener Gewerbetreibenden, weil sie es seien, die das Gebiet "Espan" mit Leben erfüllen und ebenso die Bevölkerung, die die angesiedelten Unternehmen auch rege nutzen. Im Ort hatte der Handel zudem einen Tag der offenen Tür organisiert.

Nach Freibier und Grußworten waren es aber in erster Linie die zahlreichen Besucher, die der Gewerbeschau im Espan das sprichwörtliche i-Tüpfelchen aufsetzten. Von 11 bis 17 Uhr fand die Schau unter freiem Himmel statt - und von der ersten bis zur letzten Stunde strömten die Besucher aus Kuchen und Umgebung herbei.

Spaziergang durchs "Espan"

Weil ein solcher Spaziergang durchs "Espan", vorbei an 33 Betrieben, die sich und ihr Leistungsangebot zur Schau stellten, auch ein wenig an die Substanz gehen kann, sollte der Weg zur Flaniermeile wenigsten bequem und angenehm sein. Vom Zentralparkplatz an der Ankenhalle war ein Bus-Shuttle im 20-Minuten-Takt eingerichtet. Viele machten von dieser Anreisemöglichkeit Gebrauch.

Vielseitig und abwechslungsreich waren die Informationen, die die Aussteller den Besuchern im Espan an die Hand gaben. Wer zum Beispiel für sein Auto einen Servicepartner suchte, wurde fündig, wer sich nach einer neuen Immobilie umschauen wollte, fand ebenso reichlich Auswahl. Die Kreissparkassen war diesmal nicht mit einer Finanzberatung vor Ort, sondern mit einem Gewinnspiel für die Erwachsenen und einer Malaktion für die Kinder - die konnten Leinentaschen verschönern - vor Ort. Langweilig ist es den Kindern bei der zweiten Kuchener Gewerbeschau aber auch an vielen anderen Stellen nicht geworden. Zur Abwechslung gab es Baggerfahren, munteres Treiben in der Hüpfburg oder gewichtiges Hammerschwingen beim Nägeleinschlagen.

Beischtigung Solarpark des Albwerks 

Entlang der Straße waren es die Gewerbetreibenden, die ihr Leistungsspektrum vorstellten und über viele Neuigkeiten informierten. Probesitzen in neuen Automodellen war möglich. Wer wollte, konnte sich über umweltschonende Heizalternativen im Vergleich zur gewohnten Gas- oder Ölheizung informieren oder aber sich über den Einbau eines eigenen Swimming-Pools im Garten. Zudem konnten Neugierige den Solarpark des Albwerks besichtigen.

Flanieren macht aber auch hungrig und durstig. Bei der Gewerbeschau in Kuchen kein Problem: Die große Versorgungsküche mit warmen und kalten Speisen samt Möglichkeiten, sich niederzulassen, gab es in der Bauhofhalle und auf dem Bauhof-Freigelände. Dort war auch am Nachmittag der Musikverein Kuchen für die musikalische Unterhaltung der Besucher zuständig. An selber Stelle wurden gegen Ende der Gewerbeschau die Hauptgewinner der großen Verlosung gezogen: Der Gewerbeverein hatte an die Besucher Stationskarten ausgegeben, die von allen Betrieben abgestempelt werden mussten und letztendlich in die Verlosung kamen. Drei Gewinner durften sich noch an Ort und Stelle mit einem Ballon auf luftige Fahrt begeben.

Wer sich gerne bei einer Ballonfahrt in die Lüfte erhoben hätte, von Fortuna bei der Verlosung jedoch keinen Beistand erhalten hatte, konnte sich seinen Traum dennoch erfüllen - wenngleich in etwas bescheidenerem Maßstab: Im Korb an einem Hubwagen ging es 44 Meter in die Höhe, wo sich ein herrlicher Blick über die Gewerbeschau und das muntere Treiben bot. So mancher wagte vielleicht sogar schon den Blick in die Zukunft zur dritten Kuchener Gewerbeschau, vielleicht in zwei Jahren.

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