Es gibt Gesprächsbedarf beim Thema Müll. Seit Anfang März kursieren die Gebühren für das neue, ab Januar 2022 geltende Abfall- und Gebührenkonzept im Landkreis Göppingen. Es gab und gibt viel Kritik. Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises und sein Chef Dirk Kurzschenkel haben seitdem viel Post und Anrufe bekommen.

Telefonaktion zum Thema Müll

In einer Telefonaktion der NWZ stellen sich heute, Mittwoch, von 15.30 bis 17 Uhr Landrat Edgar Wolff, sein Stellvertreter Jochen Heinz und AWB-Chef Dirk Kurzschenkel den Fragen der Anrufer. Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Höhe der künftigen Abfallgebühren, die für diejenigen deutlich steigen, die an Tonnengröße und bisherigem Leerungsrhythmus festhalten wollen. Ziel des neuen Konzepts ist die deutliche Reduzierung der Hausmüllmenge, rund zwei Drittel des bisherigen Haus- oder Restmüll-Tonneninhalts gehören dort nicht rein, sagt der AWB. Wer weniger Restmüll in die Tonne füllt, der soll nach dem neuen Konzept auch weniger zahlen. Eng zusammen mit der Müllmenge in den Restmülltonnen hängt der Biobeutel und dessen immer noch geringe Akzeptanz, obwohl die Bioabfall-Menge zuletzt gestiegen ist.

Sondersitzung am Freitag

Am Freitag kommt der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreistags zu einer Sondersitzung zusammen. Einziges Thema: das „künftige Sammel- und Gebührenkonzept Abfallwirtschaft“, Schwerpunkt werden die Gebühren sein. Das neue Abfallkonzept – nicht die Gebührenhöhe – hatte der Kreistag bereits vor zwei Jahren beschlossen.