Gammelshausen Kreisel soll aufblühen

Gammelshausen / JÜRGEN SCHÄFER 10.10.2014
Die Bürgerwerkstatt für den Gammelshäuser Kreisel trägt Früchte. Zur Debatte steht ein Hügel im Rondell, der möglichst das Jahr über blühen soll.

Neun Hobbygärtner und Profis sind dem Aufruf von Bürgermeister Daniel Kohl gefolgt, den Kreisel am Ortseingang Gammelshausen neu zu gestalten. Der Schultes findet, dass man mehr daraus machen kann und dies auch dem verblassten Ruhm des Blumendorfs gut tut. Jetzt liegt das Konzept der Bürgerwerkstatt vor. Der Kreisel soll abgeräumt, die Stauden und der Baum in der Mitte nach Möglichkeit an einen anderen Standort verpflanzt werden. "Der Baum gedeiht nicht recht", sagt Kohl.

Der Kreisel soll einen Hügel bekommen, der bis zu 1,50 Meter hoch werden könnte. Das findet Kohl doppelt sinnvoll: Er trete dann eindrucksvoller in Erscheinung und verdecke die Sicht auf die Einfahrten. Autofahrer müssten dann vorsichtiger einbiegen. Neuer Mittelpunkt soll ein Natursteinfindling werden, den die Gemeinde günstig erstehen könnte. Damit folge man einer Anregung, wonach Gammelshausen eigentlich ein Bergdorf sei, so Kohl. Allerdings muss der Stein noch mit den Behörden abgeklärt werden, weil Kreisverkehre gefahrenfrei sein sollen. Weitere Steine kann sich die Bürgerwerkstatt auch im Kreisel verstreut vorstellen. Für neue Farbe sollen dann Zwergrosen sorgen, die ganzjährig blühen. Das hat sich die Bürgerwerkstatt an einem Beispiel angeschaut. Zur Wahl stünden die Gemeindefarben gelb und rot oder einfach bunt. Weitere Farbenpracht sollen Narzissen und andere Blumen liefern, die dann im Wechsel von März bis in den Oktober/November hinein blühen.

Der Gemeinderat ist mit dem Pflanzkonzept einverstanden, hat aber noch Vorbehalte gegenüber dem Hügel. Dazu soll noch ein Plan gefertigt werden, der die Höhe im Verhältnis zur Umgebung aufzeigen soll. Die Behörden müssten dazu auch noch grünes Licht geben.

Finanziell sieht Kohl geringe Auswirkungen. Mit 900 Euro zuzüglich Naturstein komme man hin, und die Pflege falle künftig kaum ins Gewicht. "Zwei Ehepaare haben sich bereit erklärt, dies ehrenamtlich zu leisten", berichtet er. Das Team der Gemeinde müsste nur noch hier und da drüber gehen - weniger als bisher. Die Umgestaltung soll im Frühjahr kommen.

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