Verunreinigung Kothaufen am Station ärgern Bürger

Eine solche Sorgsamkeit wünschen sich Spaziergänger von Hundehaltern am Waldstadion in Albershausen.
Eine solche Sorgsamkeit wünschen sich Spaziergänger von Hundehaltern am Waldstadion in Albershausen. © Foto: CHRISTOPH SCHMIDT/DPA
Albershausen / SWP 13.04.2018

Die Gemeinde Albershausen will über das Mitteilungsblatt an Hundehalter appellieren, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere beim Waldstadion wegzuräumen. Einen solchen Aufruf kündigte Bürgermeister Jochen Bidlingmaier im Gemeinderat an, teilte die Verwaltung mit. In der jüngsten Sitzung hatte Heiko Biedebach von der Bürgerlichen Wählervereinigung (BWV) berichtet, dass Bürger über viele Kothaufen bei der Seilbahn am Stadion und dem Zugangsweg klagen. Beide Bereiche seien stark verunreinigt.

Die „Tretminen“ am Stadion sind Hermann Weiler zufolge nicht nur für Fußgänger ein Ärgernis. „Auch für Landwirte stellt der Hundekot in den Wiesen ein großes Problem dar“, zitiert die Verwaltung den Vertreter der Freien Wählerschaft (FWS).

Der Gemeinderat hat sich in der Sitzung eine weitere Maßnahme überlegt, falls der Appell im Mitteilungsblatt auf taube Ohre stoßen sollte. In diesem Fall erwägen die Bürgervertreter, ein Schild am Waldstadion aufstellen zu lassen, das das Wegräumen von Hundekot anmahnt. Den Vorschlag hatte Uwe Seitz (FWS) gemacht. Ein schärferes Vorgehen gegen nachlässige Halter forderte Jürgen Alt von der CDU: Er trat dafür ein, nachlässige Halter anzuzeigen. Diesem Vorschlag räumte der Bürgermeister kaum Chancen auf Verwirklichung ein, denn um Hundebesitzern ein Bußgeld aufbrummen zu können, müsse hinterlassener Kot eindeutig einem Vierbeiner zugeordnet werden. Solche Nachweise seien anhand einer „Hunde-DNA-Datenbank“ möglich, doch das Anlegen und die Pflege des Verzeichnisses verursachen viel Arbeit. Bidlingmaier zufolge überlegte die Gemeinde Deggingen im vergangenen Jahr, eine solche Datenbank anzulegen, ließ wegen des Aufwands aber sein.

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