Varianten Kompromiss behagt nicht allen

Gammelshausen / Inge Czemmel 06.11.2018

Für Gammelshausen ist es ein großes Projekt. Der Gemeinderat beriet über die Zentralisierung des Bau- und Wertstoffhofs sowie die Sanierung des Bestandsgebäudes und den Neubau einer Fahrzeug- und Lagerhalle mit einer Grundfläche von 18 mal 10 Metern.

Dass eine umfassende Sanierung des bestehenden Gebäudes notwendig ist, war allen klar. Der Gemeinderat ermächtigte daher die Verwaltung einstimmig, die Arbeiten zum Dachaustausch zu beauftragen. Angenommen wurde das günstigste von vier Angeboten mit Kosten in Höhe von rund 27 800 Euro brutto. Auch der Neubau einer Halle war kein Diskussionsthema. Woran die Geister sich schieden, waren unterschiedliche Planungsvarianten.

Bei Variante 1 kann der bestehende Weg erhalten bleiben, dadurch allerdings der Wertstoffhof nicht zentralisiert werden. Variante 2 ist eine eingezäunte Zentralisierung von Bau- und Wertstoffhof mit dem Bau eines neuen Weges. Die Verwaltung präferierte aus monetären Gründen die Planungsvariante, bei welcher der Weg erhalten bleiben kann. „Eine Kompromisslösung, mit der der Bauhof aber leben könnte“, betonte Bürgermeister Daniel Kohl im Hinblick auf die einst favorisierte „große Lösung“ mehrfach.

Er verdeutlichte, dass die Zentralisierung von Bau- und Wertstoffhof zwar wünschenswert sei, allein der Weg allerdings 90 000 bis 100 000 Euro verschlinge. Auch die Eingriffe in die Natur hätten Verwaltung und Bauhof davon abkommen lassen. Der Wertstoffhof müsse nicht zwangsläufig an den Bauhofbetrieb gekoppelt werden, wenngleich es gewisse Vorteile bringen würde.

Während einige Räte ebenfalls der abgespeckten Variante den Vorzug gaben, wollten andere an der großen, rund 120 000 Euro teureren Lösung festhalten. Eine Entscheidung gab es noch nicht. Es soll geprüft werden, ob und zu welchen Bedingungen ein Wegeneubau für die Gemeinde überhaupt genehmigungsfähig ist.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel