Baustelle Komplettsperrung wegen Sanierung: B 297 drei Wochen gesperrt

Von Göppingen kommend wird die Bundesstraße ab derTankstelle komplett gesperrt.
Von Göppingen kommend wird die Bundesstraße ab derTankstelle komplett gesperrt. © Foto: Staufenpress
Rechberghausen / Kristina Betz 05.08.2017

Autofahrer müssen sich in den Sommerferien auf längere Umwege einstellen: Die B 297 wird ab Montag, 21. August, zwischen Göppingen und Rechberghausen für drei Wochen voll gesperrt. Der Grund sind Sanierungsarbeiten am Belag der Straße.

Im Zuge der Bauarbeiten wird nicht nur die alte Asphaltdecke durch eine neue ersetzt, sondern auch ein lärmmindernder Belag aufgebracht. So soll der Geräuschpegel für Anlieger verbessert werden, berichtet Thomas Odenahl vom Regierungspräsidium Stuttgart.

Die offiziellen Umleitungsstrecken führen in Fahrtrichtung Göppingen über Faurndau und die K 1410. Richtung Lorch wird über Hohenstaufen und Maitis umgeleitet.

Allerdings bleiben auch die Krettenhofstraße sowie die Gemeindeverbindungsstraße zwischen der Hohenstaufenstraße und Bartenbach für den normalen Autoverkehr offen, so Odenahl. Busse werden über die Bartenhöhe umgeleitet. Eine Ampelanlage regelt deren Verkehr, da die enge Straße nur einspurig befahren werden kann.

Neuer Belag für weniger Lärm

Die Sperrung der 2,2 Kilometer langen Strecke beginnt bei der EWS-Arena in Göppingen. Bis zur dortigen Tankstelle kommen Autofahrer noch, spätestens ab der Mittelinsel ist die Bundesstraße aber komplett gesperrt. Die Sperrung endet beim Autohaus Müller in Rechberghausen. Bauträger und Bauherr ist das Regierungspräsidium Stuttgart, das die Arbeiten für den Bund erledigt. Die Kosten belaufen sich laut Odenahl auf rund eine Million Euro.

Die Sanierung des Belags wäre ohnehin notwendig gewesen. Zuletzt wurde dieser vor 15 Jahren getauscht. Untersuchungen, die im Zuge des Lärmaktionsplans gemacht wurden, zeigten, dass auf zwei Abschnitten zwischen Göppingen und Rechberghausen der zulässige Lärmpegel überschritten wird. Dies sei zum einen am Ortseingang zu Bartenbach der Fall, sowie in Göppingen auf Höhe der Tankstelle.

Der lärmmindernde Asphalt wird nur an diesen Passagen aufgebracht und ist der Grund, weshalb die Straße komplett gesperrt werden muss, wie Thomas Odenahl erklärt: „Es handelt sich um einen sehr porösen und empfindlichen Belag, der unbedingt auf der kompletten Straße aufgetragen werden muss – eine halbseitige Sperrung ist deshalb nicht möglich.“ Mit drei Wochen Bauzeit habe man der Baufirma A. Waggershauser aus Kirchheim „ein extrem enges Zeitfenster vorgegeben“, so Odenahl. Drei Wochen seien das absolute Minimum für die Sanierungsarbeiten und „mehr als sportlich“. Sofern das Wetter mitspiele, sei man optimistisch, dass der Zeitrahmen eingehalten werden könne.

Die Arbeiten werden sechs Tage die Woche von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang stattfinden. Nur an Regentagen muss man unterbrechen, weil sich durch das eindringende Wasser sonst der aufgebrachte Belag lösen könnte.

Vor 15 Jahren: Nach Sanierung mysteriöse Flecken

Rückblick Im Sommer 2002 wurde der Asphalt auf dem Abschnitt zwischen Göppingen und Rechberghausen zuletzt erneuert, damals unter halbseitiger Sperrung mit einer Baustellenampel.

Nachspiel Allerdings verursachten die Arbeiten damals ein Problem, das über Monate Gutachter und Behörden beschäftigte. Denn aus dem Asphalt drückte sich an vielen Stelle plötzlich Wasser durch und hinterließ auch an stets nasse Stellen.