Schlat Kommunale Einrichtungen in Schlat kommen ans Nahwärmenetz

Wärme durch Hackschnitzel: Eine private Anlage in Schlat versorgt bereits Rathaus und Feuerwehrhaus, künftig auch Kinderhaus und Grundschule.
Wärme durch Hackschnitzel: Eine private Anlage in Schlat versorgt bereits Rathaus und Feuerwehrhaus, künftig auch Kinderhaus und Grundschule. © Foto: Arno Zähringer
Schlat / HANS STEINHERR 18.11.2015
Die Hackschnitzelanlage eines privaten Betreibers versorgt seit Jahresbeginn sowohl Rathaus als auch Feuerwehrhaus in Schlat mit Wärme. Weitere kommunale Einrichtungen sollen hinzukommen.

Jetzt auch die Grundschule und das Kinderhaus Sonnenschein: Im kommenden Jahr plant die Gemeinde Schlat, beide kommunalen Einrichtungen ans Nahwärmenetz, das ein privater Betreiber in Schlat errichtet hat, anzuschließen. Die Gelegenheit sei günstig, machte die Schlater Bürgermeisterin Gudrun Flogaus in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats deutlich.

Bei der Finanzierung könne man auf Gelder aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz, dem Gesetz zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Kommunen, hoffen. Nahezu perfekte topografische Standorte und die Tatsache, dass das Forstteam Mühlhäuser, dessen Betrieb sich direkt neben dem Schlater Rathaus befindet, eine leistungsstarke Heizanlage installierte, hatten einen kostengünstigen Anschluss an das privat betriebene Nahwärmenetz überhaupt erst möglich gemacht. Mit einem Baukostenzuschuss in Höhe von 4000 Euro war der Anschluss zu Beginn des Jahres vorgenommen worden. Eine beabsichtigte Ausweitung und die Einbeziehung von Kinderhaus und Schule in das Wärmenetz schlägt nunmehr mit 38.600 Euro zu Buche.

Allein die erforderlich werdende Umrüstung der Heizung im Kinderhaus - hier wird bislang elektrisch geheizt - ist mit 26.000 Euro veranschlagt. Die einmaligen Anschlusskosten dort liegen bei etwa 5300 Euro und bei der Schule bei rund 7300 Euro. "Wenn nicht jetzt, wann dann?", argumentierte Bürgermeisterin Gudrun Flogaus. "Wir rechnen mit einem Mittelzuschuss in Höhe von 32.000 Euro durch das Gesetz." Allein im Kinderhaus könne die Gemeinde rund 3000 Euro Heizkosten im Jahr einsparen. Gemeinderat Joachim Fritz rechnete schnell nach: "Dann hätte sich die Einbindung auch ohne Zuschussgelder bereits nach zehn Jahren amortisiert." Einstimmig beschloss der Gemeinderat, vom kommenden Jahr an Kinderhaus und Schule mit Wärme aus der Hackschnitzelanlage zu versorgen.